Werden bestimmte Therapien bald kriminalisiert?
Andrea Geissbühler
Alt-Nationalrätin Bäriswil (BE)

Im Sommer vor einem Jahr erreichte meine Kolleginnen und Kollegen im Berner Bundeshaus dicke Post aus Basel-Stadt: «Verbot von Konversionstherapien in der Schweiz» lautete der Titel einer Standesinitiative, welche vom Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt angenommen worden war.

Zurück geht diese Initiative auf einen ehemaligen kantonalen Parlamentarier, der sich gemäss eigenen Angaben seit 2005 mit der Plattform Gay- Basel «für die queere Kultur in der Region Basel» engagiere. Oder etwas direkter gesagt: auf einen Lobbyisten der LGBTQ-Gemeinschaft.

Die Standesinitiative aus Basel-Stadt fordert, dass sogenannte «Konversionstherapien» auf nationaler Ebene verboten werden und Therapeuten und Seelsorgerinnen mit einem Berufsverbot belegt werden sollen. Gemäss den Initianten handelt es sich bei «Konversionstherapien» um «psychologische Therapien, die zum Ziel haben, die homosexuelle Veranlagung eines Menschen in eine heterosexuelle Neigung ‹umzupolen› oder die Geschlechtsidentität von betroffenen Personen zu verändern».

Der Begriff «Konversionstherapie» ist ein bewusst gewählter Verwirr-Begriff, der eine sachliche, auf wissenschaftlichen Fakten beruhende Diskussion über diese Thematik verunmöglicht.

Wenn die von der LGBTQ-Lobby propagierte «sexuelle Selbstbestimmung» das Mass aller Dinge sein soll, dann ist ein Verbot von «Konversionstherapien» klar abzulehnen. Denn ein solches steht verfassungsmässigen Grundrechten, wie dem Recht auf persönliche Freiheit (Art. 10), der Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 15) sowie der Meinungs- und Informationsfreiheit (Art. 16) diametral entgegen. Eine Umsetzung wäre zudem willkürlich, denn wer kontrolliert und wann ist was verboten? Therapeutinnen und Seelsorger müssten aufgrund des schwammigen Begriffs der «Konversionstherapie» ständig ein Berufsverbot befürchten und könnten so Patientinnen und Patienten nicht mehr therapeutisch bzw. seelsorgerisch unterstützen. Konkret könnte die Beratung eines in seiner Sexualität verunsicherten Jugendlichen als «Konversionstherapie» ausgelegt und rechtlich geahndet werden. Wichtig ist natürlich, dass jeder freiwillig eine Therapie beginnen und diese auch jederzeit wieder abbrechen kann.

Basel-Stadt ist längst nicht der einzige Kanton, der ein Verbot der «Konversionstherapien» auf nationaler Ebene fordert. So wurde im Kanton Zürich diesen November eine Motion für ein Verbot im Kantonsrat trotz Gegenstimmen von FDP, SVP und EDU angenommen. Vielmehr wäre es jedoch angezeigt, dass in ihrer geschlechtlichen Identität verunsicherte Menschen weiterhin offen beraten werden können und nicht von Beginn an der rote Teppich zur «Geschlechtsumwandlung» ausgelegt werden muss.

Und hier zeigt sich auch die Widersprüchlichkeit dieser von der LGBTQ-Lobby vertretenen Ideologie, welche die Wissenschaft geflissentlich ignoriert: Weshalb sollen in Zeiten ständig steigender Prämien die Krankenkassen teure Geschlechtsumwandlungen zahlen, die einen massiven Eingriff in die körperliche Unversehrtheit einer Person darstellen, und gleichzeitig die fachliche Beratung von ratsuchenden Menschen durch Therapeutinnen und Seelsorger verboten werden?

Der Ständerat hat während der vergangenen Herbstsession ein wichtiges Signal gesetzt mit seinem Nein zu diesem verfassungswidrigen Verbot sogenannter «Konversionstherapien». Jetzt ist es an meinen Kolleginnen und Kollegen im Nationalrat dem Ständerat zu folgen und diese Standesinitiative klar abzulehnen.

Alt-Nationalrätin Andrea Geissbühler,
Präsidentin Verein Schutzinitiative, Bäriswil (BE)

Schon im Kita-Alter werden Kinder der Transgender-Ideologie ausgesetzt, und es wird ihnen eingeredet, sie könnten ja auch dem «anderen Geschlecht» angehören. Spätestens wenn minderjährige Jugendliche ihre pubertären Probleme mit dem Wechsel des Geschlechts lösen wollen, stellt sich die Frage nach den Folgen einer Umoperation, beschönigend als «Geschlechtsangleichung» bezeichnet.

«Betrachtet man die Vielzahl an chirurgischen Einzelschritten (siehe Kästen), wird klar, weshalb es bislang keine Studien gibt, die sich mit den unerwünschten Nebenwirkungen bei jungen Menschen beschäftigen», meint Prof. Jakob Pastötter1 auf Anfrage von «Schutzinitiative aktuell». Viele Fragen z.B. nach der Operationstechnik oder nach der postoperativen Realität (direkte körperliche und psychologische Folgen) seien nicht geklärt.

Zu den erwartbaren Auswirkungen gehört eine stattliche Anzahl von Problemen. So könne die postchirurgische
Genesung langwierig und anstrengend sein. Und die Folgen einer Operation seien nicht immer harmlos: Dazu gehörten nicht nachlassende Blutungen und Infektionen. Die spezifisch unerwünschten Auswirkungen seien Blasenprobleme und eine veränderte sexuelle Funktion.

Prof. Jakob Pastötter weist zudem darauf hin, dass das «medizinische Establishment an bestimmten Fragestellungen, die das Geschäftsmodell in Zweifel ziehen könnten, nicht interessiert sei». Und weiter: Bevorzugt würden diejenigen Ergebnisse publiziert und positiv herausgestellt, welche die geschlechtsverändernden Massnahmen in einem positiven Licht darstellten.

Sehr bedenklich wäre es, so Pastötter, wenn staatliche Gesundheitsstellen die neuen Richtlinien der World Professional Association for Transgender Health (WPATH) umsetzen sollten. Denn neu werde vorgeschlagen, die Altersbeschränkung für Jugendliche, welche eine Umoperation anstrebten, aufzuheben. Der bisherige Vorschlag habe noch eine Alterslimite von 17 Jahren vorgesehen.

Feminisierende Operationen

  •  Brustvergrösserung mit Einsetzen von Implantaten
  •  Gesichtsfeminisierung – Veränderung der Form der Gesichtszüge
  •  Stimmchirurgie – Verkürzung der Stimmbänder für höhere, weiblichere Stimme
  •  Rasur der Luftröhre –Verkleinerung des Adamsapfels
  •  Entfernung der Hoden
  •  Entfernung/Umformung des Penis in eine Art Vulva durch Anlage eines Vaginalkanals mit Verkürzung der Harnröhre
  • > Postoperative Komplikationen
  • > Hormonabgabe vor und nach Operationen mit potentiell schweren körperlichen und psychischen Nebenwirkungen.

Maskulinisierende Operationen

  •  Abschneiden der Brüste (Mastektomie)
  •  Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken
  •  Entfernung der Vagina und Modellierung eines Penis (Phalloplastik mit Gewebe z.B. aus Arm oder Oberschenkel) mit Verlängerung der Harnröhre
  • > Postoperative Komplikationen
  • > Hormonabgabe vor und nach Operationen mit potentiell schweren körperlichen und psychischen Nebenwirkungen.

Finanzieller Aufwand für Operation

  •  Zwischen ca. 25‘000 und 100‘000 Franken
  •  Postoperative lebenslängliche Medikamentierung etwa mit Hormonen ist nicht mitgerechnet

Gemäss Bundesamt für Statistik hat sich die Zahl der in der Schweiz pro Jahr vorgenommenen Geschlechtsumwandlungen innert drei Jahren auf 525 Fälle (2022) verdoppelt.

1 Prof. (US) Dr. Jakob Pastötter, Sexualwissenschaftler und Kulturanthropologe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS) in Düsseldorf, Deutschland.

Zitat: „ (…) Anstatt die Ursachen dieser epidemieartigen Zunahme bei den jungen Mädchen, die sich als trans wahrnemen, wissenschaftlich fundiert zu untersuchen, werden bereits in sehr jungen Jahren Pubertätsblocker verabreicht und Operationen durchgeführt. (…)“

Im Kanton Baselland will eine kantonale Volksinitiative die Gendersprache an den Volksschulen verbieten. Anfangs 2024 wird die Unterschriftensammlung starten und der im gleichen Kanton ansässige Verein Schutzinitiative wird die Initianten dabei unterstützen. «Schutzinitiative aktuell» hat mit der Präsidentin des Initiativkomitees, Sarah Regez, über die Initiative gesprochen.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Um was geht es bei der kantonalen Volksinitiative?

Sarah Regez: Die «Kantonale Initiative gegen das Gendern an Volksschulen» fordert, dass die mittlerweile weitverbreiteten Sonderzeichen innerhalb einzelner Wörter, wie der Doppelpunkt, der Bodenstrich, das Binnen-I, der Genderstern und andere solcher Formen in den Baselbieter Volksschulen keine Anwendung mehr finden. Es sollen
klare, sprachlich korrekte, verständliche und lesbare Varietäten wie das generische Maskulinum oder die Nennung beider Geschlechter eingesetzt werden.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Wie viele Unterschriften müssen in wie vielen Tagen und ab wann gesammelt werden?

Sarah Regez: Für eine Volksinitiative braucht es im Kanton Baselland 1500 gültige Unterschriften, welche innerhalb von zwei Jahren gesammelt und eingereicht werden müssen. Die Unterschriftensammlung beginnt anfangs 2024.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Was ist Ihre Motivation, derart klar und in aller Öffentlichkeit gegen die Gendersprache an Schulen Stellung zu nehmen?

Sarah Regez: Sprache ist ein unglaublich starkes Instrument – vor allem wenn es darum geht, jemandem ganz genau und bis ins Detail zu erklären, was man meint. Sprache formt und strukturiert auch unser Denken. An den Schulen ist es die Aufgabe der Lehrer, die heranwachsenden Schülerinnen und Schüler bei der Entfaltung dieser Denkstrukturen und dem Erlernen einer klaren Kommunikation zu unterstützen. Gerade deswegen gibt es wohl kaum einen Ort, an dem die Verwendung einer exakten Sprache wichtiger ist. Die Gendersprache ist jedoch alles andere als «klar», denn sie unterbindet zum einen eine genaue Benennung des Gemeinten und zum anderen nimmt sie den Fokus von wichtigen Unterrichtsinhalten. Ganz abgesehen davon ist die Gendersprache grammatikalisch falsch und gehört sicher nicht an die Schulen.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Was sind die Reaktionen der Leute auf Ihr Vorhaben?

Sarah Regez: Die allermeisten Menschen reagieren sehr positiv auf das Unterfangen. Diese Unterstützung reicht von der eher konservativen Bevölkerung, die sich für klassische Rollenbilder ausspricht, bis weit hinein in den progressiv-feministischen Flügel, wo man die Abschaffung der Frau durch die Genderideologie befürchtet. In einem Punkt sind sich alle Gruppen einig: Das Gendern geht zu weit, es ist diskriminierend, unnötig und schädlich.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Was können Sie bereits heute zum Initiativkomitee sagen?

Sarah Regez: Mit diesem Vorhaben sprechen wir ein breites Spektrum von Interessenten aus unterschiedlichen politischen Parteien und nicht-politischen Bereichen an. Das Komitee wird entsprechend breit aufgestellt sein.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Geht es nur um die Sprache oder was steckt hinter dieser Genderprachregelung?

Sarah Regez: Auch wenn diese Initiative primär die geschriebene und gesprochene Sprache an den Volksschulen behandelt, muss man sich doch gleichzeitig die Fragen stellen: Woher kommt die Ideologie, welche eine Zweiteiligkeit der Geschlechter ausklammern möchte und was ist deren Ziel? Und vor allem: Warum werden diese Themen an vermeintlichen «Schutzorten für Kinder» wie den Volksschulen derart stark thematisiert?

Es dürfte kein Zufall sein, dass die hartnäckigsten Verfechter der Gendersprache gleichzeitig Kinderbücher mit «schwangeren Vätern» für Kinder zwischen 4 und 8 Jahren befürworten, den Frühsexualisierungsunterricht fördern wollen und die «Märchenstunden von Dragqueens für Kleinkinder» befeuern. Bei den Dragqueens handelt es sich um erwachsene Männern, die in Frauenkleidern spezielle Kinderbücher vorlesen und tanzen.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Das Gendern soll zu einer Inklusion von Minderheiten führen, warum stellen Sie sich dagegen?

Sarah Regez: Das Gendern inkludiert überhaupt niemanden, denn es ist nicht klar, wer oder was zum Beispiel mit dem Genderstern gemeint ist. Es ist unerhört, dass man Kindern damit Angst macht, dass sie irgendjemanden diskriminieren würden, wenn sie sich nicht der Gendersprache bedienen. Deswegen haben wir als Initiativsujet auch das «Gender-Monster» gewählt. Die Ideologie prägt die Kinder und verbietet ihnen ein freies Denken, aus Angst zu diskriminieren.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Was ist Ihr Rat an besorgte Väter und Mütter, welche der Genderideologie kritisch gegenüberstehen?

Sarah Regez: Es ist bereits gut, wenn sie zu den besorgten Eltern gehören, die sich für die Inhalte interessieren, welche ihre Kinder täglich von der Staatsschule vorgesetzt bekommen. Es ist sehr wichtig, dass sich Eltern genau mit den Arbeitsblättern und Schulbüchern ihrer Kinder befassen. Auch der Unterricht der Kinder sollte besucht werden, denn nur so erfährt man etwas über den Unterrichtsstil der Lehrer. Wird diese Initiative angenommen, hätten die Eltern ein rechtliches Instrument in der Hand. Deswegen braucht diese Initiative dringend auch die Unterstützung von den Empfängern von «Schutzinitiative aktuell».

Kirchen sollen Kinder beschützen, nicht frühsexualisieren!

Die Sexualpädagogin Tina Reigel fordert «Masturbationsecken» in Kitas und Kindergärten und fordert die Lehrer dazu auf, mit Erstklässlern Genitalien zu basteln. Nun durfte sie ihre übergriffigen Thesen kürzlich in der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Brügg BE vorstellen.

Den Propagandisten der Frühsexualisierung kann es offenbar nicht früh genug sein. Das zeigt das Beispiel der Sexual-und Sozialpädagogin Tina Reigel: Sie fordert «Aufklärung von Anfang an». Unter diesem Titel hielt sie am 10. November 2023 ein Referat im Kirchgemeindehaus Brügg, das zur Kirchgemeinde Bürglen im Kanton Bern gehört. Reigel ist keine Unbekannte. Sie gehört zu den aggressivsten Verfechterinnen der Frühsexualisierung ab Kleinkindalter (vgl. «Schutzinitiative aktuell» Nr. 40)1. So rief sie in einem Interview mit dem Magazin «Wir Eltern» die Lehrinnen und Lehrer dazu auf, mit Erstklässlern Genitalien zu basteln und beispielsweise eine Klitoris aus Knete zu formen.

Doch damit nicht genug. Reigel hat es auch bereits auf die Vorschulkinder abgesehen. Sie will Kinderkrippen und Kitas in sexuelle Erlebniswelten umbauen und regt allen Ernstes an, in den Kleinkindereinrichtungen «Masturbationsecken» einzurichten. Auch sollten die Schutzbefohlenen zum «Dökterle» animiert werden, um gegenseitig ihre Körper und Intimzonen auszukundschaften.

Für Reigel sind Kinder «sexuelle Wesen», die sich ab Geburt stimulieren. Sexualideologische Lobby-Gruppen im In- und Ausland begründen mit dieser Behauptung eine «Erziehungspflicht ab Geburt». Dies entbehre aber jeder wissenschaftlichen Grundlage und stehe dem Wachstum von Kindern in allen anderen Bereichen ihrer neuropsychischen Entwicklung völlig entgegen. Begriffe wie «Sexuelle Rechte», «sexuelle Gesundheit» und «kindliche Sexualität» sind Erfindungen aus dem Nichts und rein ideologischer Natur. Der Kinderpsychiater und ehemalige Sachverständige bei Gerichten in Paris, Dr. med. Régis Brunod, warnt, dass mit diesen Behauptungen versucht werde, zahlreiche sexuelle Übergriffe auf Kleinkinder zu rechtfertigen, einige davon unter dem Deckmantel der Wissenschaft oder der Prävention. Dr. med. Brunod sagt es ganz klar: «Die Abwesenheit von Sexualität bei Kindern ist das Fundament, auf das sich jede Prävention von Pädokriminalität stützen kann.»

«Feministische Theologie» und Gender-Ideologie

Wie kommt ausgerechnet die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde dazu, eine solch extreme Verfechterin der Frühsexualisierung einzuladen und ihr eine Plattform zu geben? Es kann gut sein, dass das auch mit der Pfarrerin von Bürglen BE, Lea Wenger-Scherler, zu tun hat. Sie hat im Januar 2023 im «Wort zum Sonntag» im Schweizer Fernsehen zu bester Sendezeit eine äusserst befremdliche Predigt gehalten: Es sei doch nicht so wichtig, ob ein Kind «biologisch gesehen ein Junge oder ein Mädchen» oder «beides» oder «keines von beiden» sei. Es gebe auch die Kategorie «nonbinär», so die Pfarrerin, die mit einer Frau verheiratet ist und mit ihr ein Kind aufzieht. Nach eigenen Angaben liegen ihr «feministische Theologie und Ökologie besonders am Herzen».

Offensichtlich ist es genau diese ideologische Ausrichtung, der sie ihre Anstellung beim Schweizer Fernsehen verdankt: «Ich denke, eine allzu konservative Person hätten sie nicht genommen», meinte Wenger-Scherler gegenüber dem «Bieler Tagblatt.»2

Schrankenlose Sexualität auf Kinder projiziert

Reigel betreibt unter anderem den Blog «Little Fellow». Dort fordert sie Eltern und Erzieher auf, im Gespräch mit Kindern Sätze zu sagen wie: «Ich wünsche mir, dass du deinen Körper als lustvolles Wunderwerk erlebst.» Auch
hier spricht sie über «Doktorspiele» und propagiert eine «sexuelle Entwicklung» ab Geburt. Über Sex im zweiten
Lebensjahr schreibt sie: «Kindliche Masturbation – bereits Kinder können eine orgastische Entladung herbeiführen.»
Das sei «ok und gesund für die sexuelle Entwicklung». Diese Aussagen Reigels sind aber unwissenschaftlich und
sehr gefährlich und können pädophilen Kreisen als Rechtfertigung für sexuellen Missbrauch dienen. Mit der Forderung, «Aufklärung von Anfang an» zu betreiben, mit Erstklässlern eine Klitoris oder einen Penis zu kneten, für Krippenkinder «Masturbationsecken» einzurichten oder die Geschlechterschranken niederzureissen, betreibt sie ganz bewusste Grenzüberschreitungen, die eine gesunde Entwicklung der Kinder verunmöglichen und die Familie zerstören. Schade, dass hier am Anfang offenbar nicht «das Wort» steht, sondern die «schrankenlose Sexualität», die hemmungslos auf die Kleinsten übertragen wird.

1 «Schutzinitiative aktuell» Nr. 40: Ausgabe Juni-August 2022, Seiten 2 und 3,
www.schutzinitiative.ch/wp-content/uploads/2022/06/Web_KSI_40_DT.pdf
2 Siehe Berichterstattung in «Schutzinitiative aktuell» Nr. 43

In Deutschland soll das gesamte Familienrecht auf den Kopf gestellt werden – nach den Vorgaben der LGBT-Lobby! «Mitmutterschaft”„Mehrelternschaft” und „Verantwortungsgemeinschaft” sollen Elternschaft und Kindschaft rechtlich von ihrer biologischen Grundlage trennen. Kinder werden zu blossen Objekten erwachsener Selbstverwirklichungsträume degradiert.
Tessiner LGBTIQ-Schulkalender verwirrt 5. Klässler: «Jeder hat das Recht, die Person zu sein, als die er sich fühlt.»

Im Kanton Tessin hat ein mit der LGBTIQ-Ideologie kontaminierter Schulkalender für Kinder ab der 5. Klasse zu
Protestaktionen geführt. Die fragliche Broschüre wurde zu Beginn des neuen Schuljahres verteilt. Mit Bildern,
Texten und Links werden Kinder indoktriniert und zur Geschlechtsumwandlung animiert.

Der im Tessin zum Schulanfang im Herbst 2023 mit staatlichen Geldern produzierte Schulkalender enthält Gender- und Frühsexualisierungspropaganda und andere fragwürdige Inhalte. Der Protest blieb nicht aus.

So hat HelvEthica Ticino, eine neue Partei im Kanton Tessin, in einer Pressemitteilung vor diesem Schulkalender gewarnt. Rina Ceppi-Bettosini, Nationalratskandidatin dieser Partei und dem Verein Schutzinitiative bestens bekannt, warnte anlässlich der Pressekonferenz1 zum Wahlauftakt eindringlich vor dem Einsickern der Gender- und Frühsexualisierungsideologie in das gesamte Bildungssystem des Kantons Tessin.

Auch andere Parteien (EDU, SVP und LEGA) forderten von der Sozialistin und ehemaligen Ständerätin Marina Carobbio Guscetti, welche das Bildungsdepartement (DECS2) leitet, die Verteilung dieses Kalenders zu stoppen und sprechen von ideologischer Gehirnwäsche, Geschlechterverwirrung und verneinen die Existenz eines «dritten Geschlechts». Der Protest war offenbar nicht ganz vergebens, haben sich doch einzelne Gemeinden entschlossen, diesen Kalender nicht oder nur über die Eltern an die Kinder verteilen zu lassen.

Die öffentliche Reaktion auf die umstrittene Schulagenda, die Kindern eine vermeintliche «Geschlechterfluidität» geradezu aufdrängt, hat eines gezeigt: Es braucht jemanden, der den Leuten zuruft: «Der König ist nackt!».

Es gibt andere Wege, Jugendliche bei ihrer geschlechtlichen und persönlichen Identitätsfindung zu unterstützen. Nutzt man aber ein diesbezügliches Unbehagen von einigen wenigen Jugendlichen aus, um allen Schülern eine gefährliche Sexualideologie überzustülpen, kann das zu Verwirrung und Desorientierung der Heranwachsenden führen und ihre Gesundheit ernsthaft gefährden

1 Pressekonferenz (Video): Beitrag Ceppi-Bettosini: helvethica-ticino.ch/elezioni-federali-2023-programma-politico-22-08-2023/
(ab 1:17:10) / www.chiassotv.ch
2 DECS: Dipartimento dell’educazione, della cultura e dello sport

Aufruf «Schluss mit der Falschberichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks»:
Die Beispiele für die hemmungslose Trans-Propaganda im zwangsgebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind zahlreich.