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Ideologische Umgestaltung der Gesellschaft Diversität, Inklusion und Sprachdiktate

Bild: Redaktion SIA

Der Psychiater Dr. med. Christian Spaemann warnt vor der ideologischen Umgestaltung der Gesellschaft.

In einem spannenden Referat im gut gefüllten, grössten Saal des Hotels Arte in Olten, beleuchtete der deutsche Arzt und Psychiater Dr. med. Christian Spaemann die ideologischen Grundlagen und Zusammenhänge der heutigen Sexualpädagogik, welche die Jugendlichen mit einer unwissenschaftlichen Utopie mit pädophilem Hintergrund überfordert und den Weg für Missbrauch ebnet.

Dr. Christian Spaemann ging in seiner Festansprache zum 10-jährigen Jubiläum anlässlich der Jahresversammlung 2026 des Vereins Schutzinitiative zunächst auf die ideologischen Hintergründe der gegenwärtigen Sexualpädagogik ein. Diese geht auf die neoemanzipatorische Sexualpädagogik des vergangenen Jahrhunderts zurück, nach der sexuelle Regungen bei Kindern für deren Lebensglück beachtet und gefördert werden müssen. Dabei wurde auf die Unwissenschaftlichkeit und den pädophilen Hintergrund dieser heute ungebrochen weiterwirkenden Vorstellung hingewiesen.

«Eine sexualpädagogische Utopie, die Kinder und Jugendliche völlig überfordert und dem Missbrauch Tür und Tor öffnet.»

Des Weiteren fusst die gegenwärtige Sexualpädagogik auf der Gendertheorie, die Sexualität weitgehend von vorgegebenen Lebensnarrativen abgekoppelt betrachtet und als Lust-Versatzstück für beliebige, gleichermassen bedeutende und zu fördernde sexuelle Identitäten und Lebensformen betrachtet. Die einzige Moral für sexuelle Handlungen besteht nach dieser Ideologie im Konsens der Partner. Eine sexualpädagogische Utopie, die Kinder und Jugendliche völlig überfordert und dem Missbrauch Tür und Tor öffnet.

Ignoriert wird hierbei der Kontext von Bindung, Verantwortung und Familie, in denen Sexualität für Kinder und Jugendliche erst, je nach Lebensalter, auf verschiedenen Ebenen verständlich wird.

Die Gendertheorie ihrerseits fusst in ihren Annahmen weitgehend auf dem Neo- und Kulturmarxismus der bis zu dem Italiener Antonio Gramsci, dogmatischer Marxist und Wegbereiter linker Indoktrination, in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts zurückreicht. Erfolgreich konnte diese Ideologie nur durch ihre Verbindung zum progressiven Neoliberalismus, insbesondere zur Finanz- und Digitalindustrie werden.

Weiter ging Spaemann auf die Schwachstellen des Liberalismus und die Schwächung des Gottesbewusstseins in den westlichen Gesellschaften als Eintrittspforten für Ideologien ein.

Als positive Perspektive wurden die Unbeständigkeit aller Ideologien, die sich gegen die menschliche Natur richten, aber auch erste Anzeichen eines Wiedererstarkens des Christentums im Westen aufgezeigt. Für die Zukunft wäre nach Spaemann das Heranwachsen einer neuen Elite zu wünschen, deren Verständnis von Staat und Gesellschaft auf den grundlegenden Einsichten unseres abendländischen und christlichen Erbes fusst.