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Heinz Herzog,
Kantonsrat EDU, Thal SG
Laut Bettina Surber, SP-Regierungsrätin und Vorsteherin des Sankt Galler Bildungsdepartements, sind die kantonalen Lehrpersonen angehalten, den obligatorischen Aufklärungsunterricht «dem Entwicklungsstand und dem Alter der Kinder und Jugendlichen anzupassen.»1 Was in der Theorie vernünftig klingt, sieht in der Realität oft ganz anders aus. Im Interview berichtet EDU-Kantonsrat Heinz Herzog über seine schockierenden Feststellungen.
SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: An der Primarschule in Bütschwil-Ganterschwil (SG) steht der Sexualkundeunterricht in der Kritik. Was ist passiert?
Kantonsrat Heinz Herzog: Die genannte Schule hat den Sexualkundeunterricht der 5. Klasse an die Aidshilfe St. Gallen-Appenzell delegiert. In Abwesenheit der Klassenlehrperson wurden ca. 10-jährige Schüler von einer bekennend lesbischen Frau unterrichtet, mit einer Plüschvagina und einem Plüschpenis konfrontiert und aufgefordert, das Kondom, welches über den Plüschpenis gestreift wurde, anzufassen. Zudem wurden sie auf Pornoseiten aufmerksam gemacht und es wurde ihnen gesagt, dass es ab einem gewissen Alter okay sei, sich Pornos anzusehen.
SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Wie beurteilen Sie diese Form von «Sexualkunde»?
Kantonsrat Heinz Herzog: Hier handelt es sich um einen klaren Verstoss gegen die elterlichen Rechte. Die Erziehungsverantwortung liegt bei den Eltern. Es gibt kein Recht der Schule – und auch keine lehrplanmässige Vorgabe – dass Sexualerziehung in dieser indoktrinierenden Form, inkl. Genderideologie, unterrichtet werden muss; schon gar nicht in diesem jungen Alter. Die Kinder werden mit diesem Unterricht beeinflusst und verunsichert.
SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Sie haben im Kantonsparlament eine Interpellation eingereicht. Was erhoffen Sie sich durch diesen Vorstoss?
Kantonsrat Heinz Herzog: Den betreffenden Vorstoss habe ich zusammen mit SVP-Kantonsrätin Dr. Esther Granitzer und rund 20 Mitunterzeichnern eingereicht. Das Ziel ist einfach: Das Bildungswesen soll seinen Auftrag zur Bildung der jungen Menschen korrekt wahrnehmen. Im Sexualkundeunterricht heisst das, dass die Kinder in ihrer Persönlichkeit gestärkt und ihre Fragen altersgerecht beantwortet werden sollen. In Bezug auf die biologischen Körperfunktionen sollen ihnen die Unterschiede zwischen Mann und Frau ideologiefrei erklärt werden. Schliesslich darf
das elterliche Recht auf Erziehung der Kinder im Einklang mit ihren Werten und ihrem Glauben von der Schule nicht beschnitten werden.
Wir wollen mit diesem Vorstoss erreichen, dass Politiker bezüglich dieser Thematik sensibilisiert und «externe Sexualpädagogen» von ideologisch geprägten Institutionen wie der Aidshilfe St. Gallen–Appenzell aus der Schule verbannt werden.
1 Aus einem Schreiben vom 26. November 2025 an die Schutzinitiative.