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Bild: Shutterstock

Das Theaterstück «Ich heisse Name – wenn ich gross bin, werde ich dann eine Frau oder ein Mann?» zielt darauf ab, Kinder ab 5 Jahren gezielt von ihrem biologischen Geschlecht zu «befreien». Das hochproblematische und perfide Gendermachwerk wurde in diesem Jahr bereits in der Aula eines Schulhauses in Zollikon/ZH aufgeführt. Der Verein Schutzinitiative hat Prof. Dr. Jakob Pastötter2 um eine Einschätzung gebeten und den Eltern in Zollikon ein Kurzdossier zugesandt. Der Wissenschaftler warnt mit deutlichen Worten vor der Zerstörung des Ich-Bewusstseins und vor drohenden Psychosen.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Im (Trans-)Gendertheaterstück «Ich heisse Name – wenn ich gross bin, werde ich dann eine Frau oder ein Mann?» wird kleinen Kindern vorgegaukelt, dass das biologische Geschlecht ein reines Konstrukt sei. Ob man als Junge oder als Mädchen geboren würde, sei genauso wenig relevant wie ob man im Sommer oder im Winter geboren werde, oder ob man hellblaue oder rosa Socken tragen würde. Was steckt dahinter?

Prof. Pastötter: «Kunstschaffende» und Lehrer wollen erziehen. Mit der Betonung auf Ziehen. Die Sozialpädagogik, an sich schon eine Scheinwissenschaft, hat gekreist und zuerst die Sexualwissenschaft geboren, die dann zu einer Soziales-Geschlecht-Umerziehungslehre transmutiert ist. Deshalb wird versucht, die vormals ideologisch unbelastete Biologie als eine «Erfindung alter weisser Männer» und als sexistisch zu diskreditieren. Mit anderen Worten: Alles, was genetisch vorbestimmt ist und als normal angesehen wird, gilt es zu eliminieren. Ersetzt werden soll das Naturgegebene mittels einer «heilbringenden» Verunsicherung durch die daraus entstehende Geschlechter-Unordnung. Diese beansprucht zwar die Freiheit des Individuums für sich, kreiert aber in Wirklichkeit eine Diktatur.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Was sind die Folgen für die Kinder und die Gesellschaft?

Prof. Pastötter: Gendernomaden proklamieren das reine, freie und permanent das Geschlecht wechselnde Individuum und die Entdeckung der «vielfältigen» Welten der Sexualität. Im Laufe des Prozesses der Verunsicherung wird das Individuum in seinem Wesenskern gespalten. Bei der Erschaffung des neuen Menschen drohen aber Schizophrenie und Psychosen, hat es doch Millionen von Jahren gebraucht, bis wir wurden, wer wir heute sind: Ja, es gibt nun mal nur Männer und Frauen!

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Was meinen Sie konkret mit «es drohen Psychosen»?

Prof. Pastötter: Der Schweizer Vater der analytischen Psychologie, C. G. Jung, hat es dramatisch so formuliert: Wer jemanden in eine Psychose führt, sollte erst einmal wissen, ob und wie er ihn auch wieder aus dieser herausführen kann. Diese Antwort bleiben die selbsternannten Soziales-Geschlecht-Reformer jedoch bisher schuldig. Dabei würde ein Studium der Entwicklungspsychologie auf die Sprünge helfen. So wird aus kleinkindhaftem Trotz erst einmal alles kaputtschlagen. Die Mütter und die Väter können sich dann um die zerbrochenen Scherben kümmern!

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Welche Rolle spielen die Bildungsverantwortlichen in den Schulen?

Prof. Pastötter: Ausgerechnet der Staat in seiner Rolle als offizielle Bildungsbehörde lässt sich vor diesen sich auf einem Selbstzerstörungskurs befindlichen Überheblichkeits-Karren spannen. Das kommt wohl daher, dass sich Bildungsbürokraten und Social-Engineering-Technokraten nicht selten aus demselben sozialpädagogischen Pool rekrutieren. Bildungsverantwortliche sind sich nicht bewusst, dass am Ende des Prozesses nicht die imaginierten pflichtschuldig ergebenen «Untertan*innen» stehen, sondern Psychiatriefälle. Damit ist aber nun wirklich kein Staat mehr zu machen, denn Schizophrenie ist die ultimative Anarchie.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Was raten Sie den Schulverantwortlichen bezüglich des Theaterstücks «Ich heisse Name»?

Prof. Pastötter: Als Sexualwissenschaftler kann ich nur dafür plädieren, einem solchen aus psychologischer Sicht hochproblematischen Theaterstück nicht dadurch ein offiziöses Gewicht zu verleihen, dass man es an einer Schule aufführen lässt und Kinder im schulpflichtigen Alter damit verunsichert.

Hier ein Auszug aus dem genderideologischen Theaterstück: (…)

«Dabei scheuen sich die Theatermacher nicht, einen Blick in die Unterhose zu werfen. So fällt der Satz: ‹Ich will auch, dass man meine Unterhose sieht.› Darauf skandieren die erwachsenen Schauspieler vor den anwesenden Kindern: ‹Unterho, Unterse, Unterhose!› Ob das nur geschmacklos ist oder schon mehr?» (…)

  1. Aula Buechholz, Zollikon, 18.1.2023.
  2. Prof. (US) Dr. phil., M. A., Jakob Pastötter, Sexualwissenschaftler und
    Kulturanthropologe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS)

Bild zur Verfügung gestellt

Das «Wort zum Sonntag» wird jeweils am Samstag um 20:00 Uhr im ersten Schweizer Fernsehen ausgestrahlt. Zur besten Sendezeit sollen «christliche Gedanken zum Zeitgeschehen» vermittelt werden. Am Samstag, 21. Januar 2023, hat die evangelisch-reformierte Pfarrerin von Bürglen (BE) Lea Wenger-Scherler während mehr als drei Minuten Transgender-Propaganda an Zehntausende von Fernsehzuschauern in der ganzen Schweiz verbreitet und für ein drittes Geschlecht «divers» geworben.

Unter dem Sendungs-Motto «Isch es e Bueb oder es Meitschi?» stellte sie die Frage, warum denn Eltern immer die ewig gleiche Frage nach dem Geschlecht des Kindes gestellt werde. Und sie fragt sich, ob es denn so wichtig sei, dass ein Kind «biologisch gesehen ein Junge oder ein Mädchen», «beides» oder «keins von beiden» sei. Weiter spricht Wenger-Scherler davon, dass den Zuschauern beim Zuhören jetzt vielleicht der Kopf schwirre. Dann fährt sie fort, dass Begriffe wie «non-binär», also weder Mann noch Frau, uns herausfordern. Und sie fragt sich, was mit den Menschen sei, die in keine Kategorie passen. Und diese könnten bei einem Formular weder bei weiblich noch bei männlich ein Kreuz machen, weil keines von beiden auf sie zutreffe.

«Vielfalt» in Sprache und auf Formularen

Die Pfarrerin wünscht sich eine «Vielfalt» in der Sprache und Platz auf den Formularen für ein «kleines Viereck auf Papier», welches aber «etwas Grosses» bedeute. Lea Wenger-Scherler instrumentalisiert das «Wort zum Sonntag» für die Propagierung der Gender-Ideologie, welche Kinder gefährdet und Familien zerstört. Diese will die binäre Geschlechterordnung kippen und «vielfältige Familien- und Beziehungsformen» der natürlichen Familie von Mann, Frau und Kind gleichstellen. Was das mit dem Christentum zu tun hat, ist schleierhaft.

Ein drittes Geschlecht ist ein Phantasiegebilde von radikalen Ideologen und ihren Helfershelfern in Politik, Medien, Internet und Kirchen. Es ist bloss eine soziale Konstruktion, also ein Werkzeug radikaler Systemveränderer, um der LGBT-Ideologie auf allen gesellschaftlichen Ebenen in allen Ländern dieser Welt zum Durchbruch zu verhelfen.

aus der 20 minuten vom 21.06.2016


Nach Lehrbuch: Schüler sollen Analsex in Theaterstück nachspielen

ZÜRICH. Laut einem Lehrbuch sollen Schüler ein «Puff für alle» bauen oder Analsex nachspielen. Das sorgt für Kopfschütteln.

Das Praxisbuch «Sexualpädagogik der Vielfalt», das in den Kantonen Zürich und Basel für den Sexualkundeunterricht empfohlen wird, sorgt für rote Köpfe. Darin thematisiert werden unter anderem Darkrooms oder Sadomasochismus. Empfohlen wird auch, in einem Theaterstück Praktiken wie Analsex darzustellen. Hilfsmittel für die jungen Schauspieler: Dildos und Vaginalkugeln. Auch sollen die Schüler ein «Puff für alle» bauen, wo sexuelle Praktiken wie der «Blowjob» oder «Cunnilingus» dargestellt werden. Das Unterrichtsmaterial richtet sich an Sekundarschüler, der Kanton Zürich empfiehlt es ab 14 Jahren.

Evaluiert wurde es unter anderem von der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH). Wie häufig die Empfehlungen tatsächlich von Lehrern umgesetzt werden, weiss man nicht. Fakt ist aber, dass Lehrer die Möglichkeit haben, auf das Material zuzugreifen. SVP-Nationalrat Sebastian Frehner ist empört. «Dieses Buch hat nichts im Sexualkundeunterricht zu suchen, die entsprechenden Kantone müssen es schnellstens aus dem Verkehr ziehen.» Für manche Jugendlichen wären solche expliziten Inhalte normal, doch für andere wäre eine Simulation von Analsex die reinste Tortur, mit Schamfaktor hoch zehn.

Auch Lilo Lätzsch, Präsidentin des Zürcher Lehrerverbands, findet: «Dieses Buch überschreitet eine Grenze.» Sie vertraue aber darauf, dass die Lehrkräfte diese expliziten Praktiken nicht verwenden würden.
Christian Amsler, Präsident der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz, stellt sich hinter das Buch: «Ich denke, Lehrkräfte und Fachpersonen fürSexualkunde können sehr wohl einschätzen, wann eine Übung angemessen ist und wann nicht.» Auch die Kantone hätten sich bei der Empfehlung wohl etwas überlegt.

«Längst nicht alles ist für die Schule geeignet»

Herr Geiser*, ist das Buch für den Schulunterricht geeignet? Das Buch zeigt Möglichkeiten auf, wie man den Sexualkundeunterricht gestalten könnte. Dabei ist längst nicht alles für den Unterricht geeignet. Wenn man Sexualpraktiken als Pantomimenspiel vorführt, muss dies pädagogisch begründet sein, das ist in der Schule nicht der Fall.

Wieso wird dann dieses Buch empfohlen? Es geht im Buch um sehr viel mehr als Pantomimenspiele und dergleichen, diese sind nur ein kleiner Aspekt. So werden auch die Themen Liebe und Beziehung darin thematisiert, Jugendliche können diskutieren, was Liebe für sie bedeutet, wie sie Machtverhältnisse in Beziehungen erleben, und sie können sich mit verschiedenen Beziehungsmodellen auseinandersetzen. Wo finden denn die expliziteren Beispiele Anwendung? Es gibt ja auch noch ausserschulischen Angebote oder Präventionsveranstaltungen, wo solche Themen aufgenommen werden können. Auch hier müssen die Beispiele aber didaktisch Sinn machen.

*Lukas Geiser ist Dozent fürSexualpädagogik an der PHZH

 

 

aus dem Standpunkt EDU UDF vom 08.03.2016

Initiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» wurde zurückgezogen

Die Ziele der Initiative werden weiterverfolgt. Besorgte Eltern sollen einen starken Partner haben, der sich auf allen gesellschaftspolitisch relevanten Ebenen für den Schutz unserer Kinder vor ideologisch motivierten sexualpädagogischen Experimenten einsetzt. Am 30. Januar 2016 wurde deshalb der Verein «Schutzinitiative» in Olten gegründet.

Die Eidgenössische Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» wurde im Dezember 2013 mit 110 000 gültigen Unterschriften eingereicht und von der Bundeskanzlei für formell zustande gekommen erklärt. Ziel der Volksinitiative war, Kinder im Kindergarten und in den ersten zwei Klassen der Primarschule vor obligatorischem Sexualkundeunterricht zu schützen. Dies nicht aus Motiven einer «hinterwäldlerischen Prüderie», sondern aus echter Besorgnis, dass sogenannte Sexualpädagogen mit Experimenten, welche sowohl wissenschaftlich, wie auch moralisch jeglicher Grundlage entbehren, unsere Kinder einer Frühsexualisierung unterziehen, die rein ideologisch begründet ist und letztlich nur einem Ziel dient – der Zerstörung der traditionellen Familie. 


Schutz für Kinder

Das Initiativkomitee hat entschieden, die Volksinitiative zurückzuziehen und das Komitee in einen Verein umzuwandeln. Grund dafür war die Feststellung, dass die Initiative allein schon durch das Zustandekommen viel bewegt hat. So wurde z. B. das «Kompetenzzentrum für Sexualpädagogik» in Luzern geschlossen und der Lehrplan 21 der Deutschschweizer Kantone enthält keinen Sexualkundeunterricht mehr vor demvollendeten 10. Altersjahr. Eine weitere Begründung lag in der Befürchtung, dass ein allfälliger Misserfolg an der Urne diesen destruktiven Kräften eine folgenschwere Legitimation verschafft hätte.

Der Vereinsvorstand wird von mehreren national bekannten Politgrössen angeführt. Das Präsidium hat alt Nationalrat Toni Bortoluzzi (SVP/ZH) übernommen Ihm zur Seite stehen u. a. die beiden Nationalrätinnen Roberta Pantani (Lega/ TI) und Verena Herzog (SVP/TG) sowie der ehemalige Co-Präsident des Initiativkomitees Nationalrat Dr. Sebastian Frehner (SVP/BS). Der Verein setzt sich aktiv für den Schutz vor Sexualisierung von Kindern in Kindergarten und Primarschule ein. Er bekämpft insbesondere obligatorischen Sexualkundeunterricht für Kinder vor dem vollendeten 9. Altersjahr, nicht aber eine altersgemässe Sexualaufklärung zur Vermittlung von Wissen über die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung, sowie Unterricht zur Prävention von Kindsmissbrauch ab dem Kindergartenalter. Darüber hinaus wendet er sich gegen jeden nicht altersgemässen Sexualkundeunterricht für Kinder auch in höheren Stufen der Volksschule.


Enthemmte Gesellschaft

An der Gründungsversammlung vermittelte uns Frau Tabea Freitag, Diplompsychologin und Psychotherapeutin, mit ihrem Referat einerseits einen Einblick in die höchst bedenklichen Entwicklungen hinsichtlich Pornografiekonsum von Kindern und Jugendlichen und deren Folgen für die Gesellschaft, andererseits konnte sie u. a. anhand ihres Buches «Fit for Love» überzeugend aufzeigen, wie altersgerechter und beziehungsorientierter Sexualkundeunterricht aussehen kann. Bezeichnend für die Wahrnehmung in der Gesellschaft titelte die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) in ihrer Medienmitteilung: Verein «Schutzinitiative» kämpft gegen Sexualkundeunterricht. Diese Sichtweise spiegelt das Unvermögen, z. B. dem Begriff «Scham», eine ideologiefreie Bedeutung zuzuordnen. Anstelle einer Schutzfunktion für die psychosoziale Integrität unserer Kinder, wird der Begriff als Markenzeichen einer «lustfeindlichen Verklemmtheit» missinterpretiert.

 


aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 23.02.2016

Initiative «Lehrplan vors Volk» ist zustande gekommen –
Bildungsinstitutionen machen weiter

Der umstrittene Lehrplan 21 muss möglicherweise dem Parlament oder dem Volk unterbreitet werden. Dennoch wird das Projekt vorangetrieben – zum Ärger der Lehrplan-Gegner. 

Isc. Der Lehrplan 21 ist in den letzten Monaten von links und rechts unter Beschuss geraten. In mehreren Kantonen sind wegen pädagogischer und politischer Vorbehalte Initiativen zustande gekommen, die eine Volksabstimmung erzwingen wollen – mit dem Ziel, das ehrgeizige Projekt der Eidgenössischen Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) zu stoppen.
Auch im Kanton Zürich könnte der Souverän das letzte Wort haben. Wie die Staatskanzlei am Freitag mitgeteilt hat, ist die Ende November von Pädagogen, Kinderärzten sowie rechtskonservativen und jungfreisinnigen Politikern eingereichte Initiative «Lehrplan vors Volk» mit mehr als 6000 geprüften Unterschriften zustande gekommen.

Unbeirrt weitermachen
«Nun hoffen wir, dass möglichst bald abgestimmt werden kann», sagt SVP-Kantonsrätin Anita Borer namens der Initianten. Die maximale Frist von der Einreichung bis zur Abstimmung beträgt 30 Monate. Konkret verlangt die Initiative, dass nicht wie üblich der Bildungsrat, sondern der Kantonsrat über die Einführung des neuen Lehrplans entscheidet. Da der Entscheid des Parlaments dem fakultativen Referendum unterstellt werden soll, könnte es letztlich zu einer Volksabstimmung kommen – und allenfalls auch zu einem «Nein» zu den Bestrebungen der EDK, die Bildungsziele in den 21 Deutschschweizer Kantonen mit einem Katalog von Hunderten «Kompetenzen» zu vereinheitlichen. Trotz diesen Fragezeichen treibt die Bildungsdirektion die Umsetzung des «Jahrhundertwerks» (so Ex-Bildungsdirektorin Regine Aeppli) voran, als wäre nichts geschehen. Man mache «unbeirrt» weiter, erklärte Volksschulamt-Chef Martin Wendelspiess vor einem Jahr dem «Landboten».
An dieser Devise hat sich nichts ge- ändert. Auch der Bildungsrat hat just eine Stunde vor der Einreichung der Initiative im letzten November entschieden, den neuen Lehrplan ab Schuljahr 2018/19 einzuführen. Eine Antwort auf eine Anfrage von Anita Borer und weiteren Kantonsräten, ob es angesichts der drohenden Abstimmung nicht angebracht wäre, die Einführung zu sistieren, ist der Regierungsrat bis dato schuldig geblieben. Dafür hat der Bildungsrat dem Zürcher Lehrmittelverlag verschiedene Lehrmittel in Auftrag gegeben, die auf den Lehrplan 21 ausgerichtet sind, etwa «Gesellschaften im Wandel» oder «Kinder begegnen Natur und Technik» Die Initianten empfinden das als Affront. «Man versucht, vollendete Tatsachen zu schaffen, obwohl es noch gar keinen Auftrag gibt», sagt Anita Borer, «dabei wäre angesichts des Widerstandes ein Marschhalt angebracht.»

«What else?»
Fest steht, dass die Initiative keine aufschiebende Wirkung hat. Das Volksschulamt weist die Kritik aber auch inhaltlich zurück. In Sachen Lehrmittel gebe es keine scharfe Trennlinie «vor dem Lehrplan» und «mit dem Lehrplan», sagt Sprecherin Brigitte Mühlemann: «Der Anforderungskatalog für neue Lehrmittel war bereits vor dem Vorliegen des Lehrplans 21 in Richtung Kompetenzorientierung angelegt.» Zudem betont Mühlemann, dass der Lehrmittelverlag keine Subventionen beanspruche und sich selber finanziere – womit dem Kanton wegen der neuen Lehrmittel keine Mehrkosten entstünden. Tatsächlich werden andere die Kosten zu tragen haben, nämlich die Schulgemeinden. Sicher ist aber auch, dass der Kanton weiterhin für das unternehmerische Risiko des Verlags (mit)haftet. Denn die öffentlichrechtliche Institution soll zwar in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden, Mehrheitsaktionär wird nach dem Willen der kantonsrätlichen Bildungskommission aber der Kanton bleiben. Völlig am Markt vorbei sollten neue Lehrmittel also nicht produziert werden.
An den pädagogischen Hochschulen ist die Vermarktung des langersehnten, weil Aufträge generierenden Lehrplans 21 derweil in vollem Gang. So bietet die PH Zürich Kurse und Workshops an mit Titeln wie: «Lehrplan 21 – Nachhaltige Ernährung macht Schule» oder: «Lehrplan 21 und Sexualpädagogik? What else?» Die rhetorische Frage aus der Nespresso-Werbung ist offensichtlich nicht nur in sexuellen Belangen Programm.

von der SDA vom 05.02.2016

Als „Verein Schutzinitiative“ will sich das Komitee der zurückgezogenen eidgenössischen Volksinitiative „Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule“ weiterhin für seine Anliegen einsetzen. Präsident des Vereins ist der ehemalige Zürcher SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi.

Im Vereinsvorstand sitzen unter anderen die Nationalrätinnen Roberta Pantani (Lega/TI) und Verena Herzog (SVP/TG) sowie Nationalrat Sebastian Frehner (SVP/BS). Das teilte der Verein am Freitag nach seiner Gründungsversammlung von letzter Woche in Olten SO mit.

Der Verein setzt sich gemäss Statuten „aktiv für den Schutz vor Sexualisierung von Kindern in Kindergarten und Primarschule“ ein. Man bekämpfe den obligatorischen Sexualkundeunterricht für Kinder vor dem vollendeten neunten Altersjahr.

Eine altersgemässe Sexualaufklärung zur Vermittlung von Wissen über die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung werde gutgeheissen, schrieb der Verein. Das gelte auch für den Unterricht zur Prävention von Kindsmissbrauch ab dem Kindergarten, sofern dieser Unterricht keine Sexualerziehung beinhalte.

Sitz des Vereins ist Münchenstein BL. Die offiziell zustande gekommene Volksinitiative war im vergangenen Juli zurückgezogen worden. Das Begehren habe allein durch das Zustandekommen „viel Schutzwirkung entfaltet“, hiess es.

 

Mitglieder und Sympathisanten der zurückgezogenen eidgenössischen Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule», kurz «Schutzinitiative», haben an einer gut besuchten Gründungsversamm- lung am 30. Januar 2016 in Olten den gleichnamigen «Verein Schutzinitiative» gegründet. Das Präsidium des Ver- eins hat der ehemalige Zürcher Nationalrat Toni Bortoluzzi (SVP) übernommen. Ziel des Vereins ist es, landesweit einen massgeblichen Beitrag zur Stärkung der Elternrechte im Hinblick auf die Sexualaufklärung und -erziehung der Kinder an der Volksschule zu leisten und Missbräuche aufgrund von unwissenschaftlichem und ideologisch belastetem Schulunterricht zu unterbinden bzw. zu korrigieren.

Mitglieder und Sympathisanten der zurückgezogenen eidgenössischen Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule», kurz «Schutzinitiative», haben an einer gut besuchten Gründungsversamm- lung am 30. Januar 2016 in Olten den gleichnamigen «Verein Schutzinitiative» gegründet. Das Präsidium des Ver- eins hat der ehemalige Zürcher Nationalrat Toni Bortoluzzi (SVP) übernommen. Ziel des Vereins ist es, landesweit einen massgeblichen Beitrag zur Stärkung der Elternrechte im Hinblick auf die Sexualaufklärung und -erziehung der Kinder an der Volksschule zu leisten und Missbräuche aufgrund von unwissenschaftlichem und ideologisch belastetem Schulunterricht zu unterbinden bzw. zu korrigieren.

Die eidgenössische Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» wurde am 17. De- zember 2013 mit 110’000 gültigen Unterschriften eingereicht und am 30. Januar 2014 von der Bundeskanzlei für formell zustande gekommen erklärt. Ziel der Volksinitiative war es, Kinder im Kindergarten und in den ersten zwei Klassen der Primarschule vor obligatorischem Sexualkundeunterricht zu schützen. Das Initiativkomitee hat am 29. Juni 2015 entschieden, die Volksinitiative zurückzuziehen und das Komitee in einen Verein umzuwandeln. Grund dafür war die Feststellung, dass die Initiative allein schon durch das Zustandekommen viel Schutzwirkung entfaltet hat: Das Kompetenzzentrum für Sexualpädagogik in Luzern wurde geschlossen und der «Lehrplan 21» der Deutsch- schweizer Kantone enthält keinen Sexualkundeunterricht vor dem vollendeten 10. Altersjahr. Mit der Gründungs- versammlung vom 30. Januar 2016 wurde nun die Umwandlung des Initiativkomitees in einen Verein nach Zivilge- setzbuch Art. 60 ff. abgeschlossen.

Der Vereinsvorstand wird von mehreren national bekannten Politgrössen angeführt. Das Präsidium hat Toni Borto- luzzi (SVP/ZH) übernommen, der als Nationalrat in den letzten 24 Jahren auch in zahlreichen Kommissionen Einsitz hatte. Ihm zur Seite stehen unter anderem die beiden Nationalrätinnen Roberta Pantani (Lega/TI) und Verena Herzog (SVP/TG) sowie der ehemalige Co-Präsident des Initiativkomitees Nationalrat Dr. Sebastian Frehner (SVP/BS), der ehemalige Nationalrat Urs Nussbaumer (CVP/SO) und Kantonsrat Dr. med. Daniel Beutler (EDU/BE).

Der Verein setzt sich gemäss seinen Statuten «aktiv für den Schutz vor Sexualisierung von Kindern in Kindergarten und Primarschule» ein. Er bekämpft insbesondere obligatorischen Sexualkundeunterricht für Kinder vor dem vollen- deten neunten Altersjahr. Er heisst hingegen eine altersgemässe Sexualaufklärung zur Vermittlung von Wissen über die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung gut, ebenso wie Unterricht zur Prävention von Kindsmissbrauch ab dem Kindergarten, sofern dieser Unterricht keine Sexualerziehung beinhaltet. Darüber hinaus wendet er sich gegen jeden nicht altersgemässen Sexualkundeunterricht für Kinder auch in höheren Stufen der Volksschule.

Der Verein hat sich im Rahmen der Unterschriftensammlung für die eidgenössische Volksinitiative eine ansehnliche Basis von Sympathisanten erarbeitet und kann somit auf eine wirkungsvolle Unterstützung aus der Bevölkerung zäh- len. Organisatorisch wird der Vereinsvorstand von fünf verschiedenen Beiräten assistiert: einem pädagogischen, ei- nem juristischen, einem ärztlichen, einem politischen und einem internationalen Beirat.

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