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Beitrag von Vorstandsmitglied Nationalrätin Verena Herzog in Weltwoche Daily vom 28. Juni 2022
Eine vom Bund finanzierte Broschüre erklärt 12-Jährigen «Anal Plugs» und «Umschnall-Dildos». Geht’s noch?
Vermutlich wussten bis vor kurzem auch viele Erwachsene nicht, was «Anal Plugs», «Umschnall-Dildos» und «Lecktücher» sind. Nun diskutiert die halbe Schweiz darüber.
Der Grund: Die bundesfinanzierte Sexualaufklärungs-Broschüre «Hey You» für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren wimmelt nur so von diesen und ähnlichen Begriffen.
Seit ich vor zehn Tagen in einer Interpellation kritische Fragen dazu an den Bundesrat gestellt habe, sind – unterstützt vom Verein Schutzinitiative – diverse Medienartikel zum Thema erschienen.
Ich wehre mich dagegen, dass Steuergelder für Anal- und andere Sex-Tipps an 12-Jährige verschwendet werden.
Ausserdem muss die Verwendung der Broschüre an den Schulen verboten werden: Eine altersgerechte Aufklärung ist wichtig und nötig. Aber es ist völlig daneben, 12-jährige Kinder zum Gebrauch von Sexspielzeugen zu animieren.
Die Broschüre negiert den gewaltigen Entwicklungs-Unterschied von 12- und 18-Jährigen. Sie projiziert erwachsene Vorstellungen von Sexualität – oder Vorstellungen von Gruppen mit bestimmten sexuellen Vorlieben – unterschiedslos auf Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse.
Das muss gestoppt werden – zum Wohl unserer Kinder.
Befremdendes Interview mit Sexualpädagogin Tina Reigel
Sehr geehrte Frau Schärer
Mit diesem Schreiben nehmen wir Bezug auf das in Ihrer Zeitschrift erschienene Interview «Beim Wickeln sollte man alles benennen» mit der Sozial- und Sexualpädagogin Tina Reigel, (1. April 2022). Dabei geht es um Themen wie «Klitoris aus Knete, wertschätzende Begriffe für Genitalien und Masturbationszimmer in Kitas», wie die Redaktion im einleitenden Lead schreibt. Diese Ankündigung wird dann auch wahrgemacht. Bereits auf die erste, suggestive Frage von Journalistin Ellen Girod, warum es «gut» sei, «mit Erstklässler*innen eine Klitoris aus Knete zu basteln», darf Sexualpädagogin Reigel vorschwärmen: «So eine Klitoris ist höchst faszinierend: Der sichtbare und uns allen gut bekannte «Hügel» ist nur der Anfang. Die ganze Klitoris samt den Schwellkörpern und den Schenkeln ist rund zehn Zentimeter lang. Dank Knete können Kinder das spielerisch lernen.»
In diesem Stil geht es weiter. So sagt Reigel: «Ganz besonders Mädchen müssen wir lehren, dass ihre Vulvas toll sind.» Zum Thema «Wickeln» fordert sie, dass man im Umgang mit den Kleinkindern Begriffe wie «Vulva» oder «Hoden» verwendet. Reigel plädiert für Masturbationsräume in den Kitas und ein entsprechend «sexualfreundliches Konzept». Dasselbe gelte auch für die «Dökterle-Spiele»,
also das gegenseitige Betasten der Genitalien.
Der Verein Schutzinitiative ist befremdet über diesen schamlosen Umgang mit der Psyche und dem Körper der Kinder. «Wir Eltern» macht sich mit diesem unkritischen Interview zum Sprachrohr einer unwissenschaftlichen Sexualpädagogik, «die weder etwas von Sexualität noch von Pädagogik versteht», wie Prof. Jakob Pastötter im beigelegten Interview in unserem Vereinsmagazin sagt. Dabei projizieren die enthemmten Sozialpädagogen ihre eigene Sexualität auf die Kinder – was höchst problematisch ist.
Die Aussagen von Tina Reigel offenbaren ein mechanisches Verständnis von Sexualität und negieren das gefährliche Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern. Statt schon in der ersten Klasse Vulvas und Penisse zu kneten, sollten wir unsere Kinder für Gefühle und den Wert der Liebe für gelingende Beziehungen sensibilisieren.
Dass das Interview mit Tina Reigel kein Einzelfall oder Ausrutscher ist, belegt die Tatsache, dass Sie bereits vor einem Jahr ein ähnlich gelagertes Interview mit dem Sexologen Ben Kneubühler gebracht haben, in dem er dazu aufforderte, die Geschlechtsteile von Säuglingen zu berühren und gar zu massieren (Ausgabe Nr. 6/21). Das lässt auf eine redaktionelle Agenda schliessen, die aus den genannten Gründen höchst problematisch ist und juristisch als Anstiftung zu einer Straftat betrachtet werden könnte.
Im Sinne eines ausgewogenen Journalismus fordern wir Sie auf, in einer der nächsten Ausgabe von «Wir Eltern» eine kritische Gegenstimme zur Frühsexualisierung zu publizieren. Gerne unterstützen wir Sie dabei und erwarten Ihr Feedback.
Ausserdem bitten wir Sie um die zeitnahe Beantwortung folgender Fragen:
- Wie kommen Sie dazu, ungefiltert zu verbreiten, dass in Kitas Masturbationszimmer eingerichtet werden und dass Eltern die Geschlechtsteile von Säuglingen berühren sollten?
- Ist Ihnen bewusst, dass dies als Anstiftung zu einer strafbaren Handlung taxiert werden könnte (Art. 187 StGB)?
- Was unternehmen Sie, um ein ausgewogenes journalistisches Gegengewicht zu dieser einseitigen und fragwürdigen Berichterstattung herzustellen?
- Ist die Verbreitung solch kruder und unhaltbarer Theorien und Forderungen (Masturbieren in Kitas, Berühren der Geschlechtsteile von Säuglingen durch Erwachsene etc.) durch die Verleger und Aktionäre gedeckt?
- Ist ein nächster Artikel geplant, der diese Sexualpädagogik der Frühsexualisierung fördert?
- An welchen Bildungseinrichtungen (Kitas, Kindergarten, Primarschulen) und an welche anderen Zielgruppen (Eltern, Pädagogische Hochschulen usw.) wird «Wir Eltern» verteilt?
Besten Dank für Ihre geschätzte Antwort.
Freundliche Grüsse
Jérôme Schwyzer
Eidg. Dipl. Sekundarlehrer (FH)
Vereinspräsident
Andrea Geissbühler
Nationalrätin
Vorstandsmitglied
Eine vom Bund finanzierte Broschüre animiert Schülerinnen und Schüler ab 12 zur Verwendung von «Anal Plugs» und anderen Sex-Spielzeugen. Ein Skandal mit Ansage und System.
- Kolumne von Dr. Philipp Gut
Die Sexualaufklärungsbroschüre «Hey You» ist im letzten Jahr erschienen, macht aber erst jetzt Schlagzeilen. Die Pendlerzeitung «20 Minuten» widmete ihr eine Titelgeschichte. Die skandalträchtigen Fakten: «Hey You» gibt bereits 12-jährigen Kindern detaillierte Anweisungen zur Verwendung von Sexspielzeugen. Sie erklärt, wie man sogenannte «Anal Plugs» benutzt oder ein «Lecktuch» über den «Vaginal- oder Analeingang» legt.
Herausgeberin der Broschüre ist die Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz, die jedes Jahr mit gegen einer Million Franken vom Bund unterstützt wird. Wir alle zahlen also mit unseren Steuergeldern für die Anal- und anderen Sex-Tipps für 12-Jährige. Ein Skandal mit Ansage und System.
Wo bleibt die parlamentarische Kontrolle?
Auch wenn sich Eltern und weite Teile der Öffentlichkeit jetzt entsetzt die Augen reiben: Die Darstellungen in «Hey You» sind kein Ausrutscher. Die vom Bund gefütterte Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz ist seit Jahren auf diesem Kurs – und erhält trotzdem regelmässig Steuergelder. Wo bleiben da die Aufsicht und Kontrolle der vom Volk gewählten Parlamentarierinnen und Parlamentarier?
«Masturbationszimmer in Kitas»
Was das Ganze noch beunruhigender macht: Auch andere Organisationen und sogenannte Sexualpädagogen kennen keine Grenzen mehr, wenn es um die angebliche Aufklärung von Jugendlichen und Kindern geht. Die Sexualpädagogin Tina Reigel forderte im Magazin «Wir Eltern» sogar «Masturbationszimmer in Kitas». Und sie erklärte, warum es «gut» sei, dass bereits «Erstklässler*innen» in der Schule dazu angeleitet werden, eine «Klitoris aus Knete» zu basteln.
Oder nehmen wir die Organisation GummiLove, die «Kaugummis, Kondome, Gleitcreme» an 13-Jährige verteilt. Sie habe in einem Monat schon über 21 000 Sex-Sets an Jugendliche abgegeben, rühmt sie sich selbst.
Erwachsene drängen Kinder in Sex-Welt
Was geht hier vor? Niemand hat etwas gegen eine altersgerechte und respektvolle Sexualaufklärung. Die genannten Beispiele sind aber alles andere: Sie projizieren erwachsene Vorstellungen von Sexualität auf Minderjährige. Und sie drängen Kinder in eine Sex-Welt, die nicht die ihre ist. Oder möchten Sie, dass Ihre 12-jährige Tochter oder Ihr 12-jähriger Sohn in der Schule erklärt bekommen, wie sie «Anal Plugs» verwenden sollen?
Missbrauch sind Tür und Tor geöffnet
Es stellt sich die Frage, ob diese Form der Frühsexualisierung nicht auch juristische Konsequenzen haben kann. Haben muss. Wenn Erwachsene mit 7-Jährigen Vulvas und Penisse kneten oder 4-Jährige zum Masturbieren anhalten, sind die Grenzen zum sexuellen Missbrauch fliessend. In der Pädokriminalität spricht man von «Grooming», wenn sich Erwachsene Minderjährigen mit Missbrauchsabsichten nähern. Auch die Anstiftung zu einer strafbaren Handlung kommt in Betracht.
Was die «modernen» Sexualpädagogen dabei fahrlässig ausser Acht lassen, ist das riesige Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern. Das ist brandgefährlich. Und öffnet Tür und Tor für Missbrauch.
Dr. Philipp Gut schreibt auf dem Online-Verbund von Portal24 jede Woche eine Kolumne, die auf den 16 dem Verbund angeschlossenen Portalen jeden Sonntagmorgen publiziert wird. Philipp Gut ist Buchautor und einer der profiliertesten Journalisten der Schweiz. Mit seiner Kommunikationsagentur Gut Communications GmbH berät er Parteien, Verbände, Unternehmen und Private.
Der Verein Schutzinitiative verstärkt seinen Vorstand. Neu sind im 9-köpfigen Leitungsgremium gleich vier Nationalrätinnen und Nationalräte vertreten. Jérôme Schwyzer löst als Präsident Toni Bortoluzzi ab. Die Vertretung der Romandie wird ausgebaut.
Die Jahresversammlung des Vereins Schutzinitiative vom 11. Juni 2022 in Olten stand ganz im Zeichen des Aufbruchs. Der Vorstand wurde erweitert und politisch verstärkt. Neu gewählt wurden Nationalrätin Andrea Geissbühler (SVP), Nationalrat Benjamin Roduit (Die Mitte) und Nationalrat Andreas Gafner (EDU). Mit der wiedergewählten Nationalrätin Verena Herzog (SVP) und alt Nationalrat Sebastian Frehner (SVP) verfügt der 9-köpfige Vorstand über geballte politische Kompetenz und Erfahrung. Dies hilft dem Verein Schutzinitiative, seine Ziele noch wirksamer umzusetzen.
Netzwerk in der Romandie wird ausgebaut
Gleichzeitig wurde der Anteil der Vertreter aus der Romandie verstärkt: Neben Benjamin Roduit ist die französische Schweiz durch Lucie Rochat im Vorstand präsent. «Die Tatsache, dass wir unser Netzwerk und unsere Aktivitäten in den lateinischen Landesteilen ausbauen, freut mich ganz besonders», sagt der neugewählte Präsident Jérôme Schwyzer. Der ehemalige Sekundarschullehrer und Präsident des Lehrernetzwerks Schweiz ersetzt an der Vereinsspitze alt Nationalrat Toni Bortoluzzi. Er wolle sich künftig vermehrt seinen Aufgaben als Urgrossvater widmen, begründete Bortoluzzi seinen Rücktritt. Verena Herzog bedankte sich in ihrer Laudatio für den Sachverstand, das politische Wissen und nicht zuletzt den menschenfreundlichen Humor des scheidenden Präsidenten.
«Einen Gang höher schalten»
Auch Jérôme Schwyzer hob in seiner Antrittsrede die ausserordentlichen Verdienste von Toni Bortoluzzi heraus. Er übernehme einen organisatorisch, programmatisch und finanziell grundsoliden Verein, so Schwyzer. Dies bestätigten auch die vorgestellten Zahlen. Seit der letzten Jahresversammlung ist die Zahl der Mitglieder von auf über 700 angestiegen. Auch der Ertrag konnte deutlich gesteigert werden.
Die Vereinsmittel würden auch in Zukunft sorgfältig und zielgerichtet eingesetzt, betonte Schwyzer. Da die Gegner weiterhin sehr aktiv seien, müsse auch der Verein Schutzinitiative «einen Gang höher schalten», um seine Ziele zu erreichen. Schwyzer kündigte eine Reihe von Massnahmen an, um Öffentlichkeit und Politik über die Gefahren einer ausser Rand und Band geratenen «Sexualpädagogik» zu sensibilisieren. Wie nötig dies ist, zeigte der Kommunikationsberater und Publizist Dr. Philipp Gut in seinem Gastreferat unter dem Titel «Frühsexualisierung und Gender-Wahn: Hände weg von unseren Kindern!» Die unfassbaren, aber leider realen Beispiele reichen von «Masturbationszimmern in Kitas» über das Basteln von Genitalien in der ersten Primarklasse bis zum «Benennen und Kommentieren» der Geschlechtsteile beim Wickeln.
Nein zur Frühsexualisierung
Der neu zusammengesetzte Vorstand, zu dem weiterhin auch Dominik Müggler und Georg Reichlich gehören, wird alles daransetzen, solche schädlichen Entwicklungen zu bekämpfen und sich für einen respektvollen, altersgemässen und von Liebe und Würde geprägten Umgang mit unseren Kindern einzusetzen. Dabei folgt der Verein Schutzinitiative dem Credo: Vernünftige Aufklärung im entsprechenden Alter, ja – aber Nein zur Frühsexualisierung! Der Verein will die Eltern dazu ermächtigen, ihre Erziehungsaufgaben eigenverantwortlich wahrzunehmen. Die zunehmenden Übergriffe des Staates sind zu stoppen.
Für mehr Infos zum neuen Vorstand bitte hier klicken.
Die «Ehe für alle» hat nichts mit liberalen Liebesvorstellungen zu tun. Bei einem Ja am 26. September würde die anonyme Samenspende für lesbische Frauen zu einem gesetzlichen Recht erklärt – mit verheerenden Folgen für die Kinder.
«In der Diskussion über die «Ehe für alle» hört man immer wieder das Argument, dass doch jeder und jede lieben können soll, wen er oder sie will. Doch darum geht es gar nicht, denn das ist längst garantiert. Diese oberflächliche Betrachtungsweise negiert gravierende Folgen der «Ehe für alle». Folgen, die das schwächste und darum besonders schützenswerte Glied der Gesellschaft treffen: unsere Kinder.
Besonders schädlich an der «Ehe für alle» ist darin vorgesehene Samenspende für lesbische Paare. In der Schweiz ist die Samenspende bis anhing streng geregelt. Sie ist nur verheirateten Paaren – also Mann und Frau – im gebärfähigen Alter vorbehalten, die entweder auf natürlichem Weg keine Kinder empfangen können oder Träger schwerer Erbkrankheiten sind.
Das «Recht auf ein Kind» ist ein Unding
Mit der «Ehe für alle» soll nun die Samenspende auf lesbische Paare ausgeweitet werden. Im Klartext: Der medizinische Ausnahmefall wird zum gesetzlichen Regelfall erklärt. Jedes lesbische Paar soll per Gesetz das «Recht auf ein Kind» erhalten. Ein solches Recht ist ein Unding – und es schadet vor allem den betroffenen Kindern.
Mit der Legalisierung der Samenspende für lesbische Paare werden viele Kinder gezeugt werden, die ohne ihren Vater aufwachsen müssen. Sie werden die Grosseltern, Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen väterlicherseits nie kennenlernen. Das Kindeswohl tritt in den Hintergrund und wird der Bedürfnisbefriedigung der Erwachsenen geopfert. Das ist nicht akzeptabel.
Die per Knopfdruck bestellten Kinder haben erst im Alter von 18 Jahren das Recht zu erfahren, wer ihr Vater ist. Das ist grausam!
Die Entwicklung ist absehbar: Mit der in der Politik üblichen Salamitaktik wird künftig dieses «Recht auf Kinder» auf weitere Gruppen (schwule Paare, Alleinstehende) ausgedehnt werden. Die nächste Forderung wird dann sein, dass Eizellenspende und Leihmutterschaft legalisiert werden. Damit wird das Kind zum hergestellten Produkt. Zu einer Ware auf Bestellung.
Falscher Gleichheitswahn
Darüber hinaus zerstört die «Ehe für alle» gesellschaftliche Werte. Es gehört zum Zeitgeist und damit zum guten Ton, unter dem Titel «Gerechtigkeit» absolute Gleichheit anzustreben. Doch das ist weder möglich noch gerecht. Homosexuelle Paare, die keine Kinder kriegen können, gleich zu behandeln wie die Verbindung von Mann und Frau in der Ehe, verstösst gegen ein fundamentales Rechtsprinzip, das da heisst: «Gleiches ist gleich, Ungleiches ist aber nach Massgabe der Ungleichheit ungleich zu behandeln.»
Darum hat es auch nichts mit Diskriminierung zu tun, wenn die Ehe gemäss Bundesverfassung Frau und Mann vorbehalten ist. Damit wird weder die Würde von gleichgeschlechtlich orientierten Menschen verletzt noch deren Freiheit eingeschränkt. Die Ehe ist die Verbindung von Mann und Frau und von nichts anderem. Der Ungleichheit, ob in der sexuellen Ausrichtung oder in anderen Lebensbereichen, ist mit Toleranz zu begegnen, aber nicht mit dem Geist einer falsch verstandenen Gleichmacherei. Zudem: Diese Vorlage schafft gerade durch die Möglichkeit einer Samenspende für Lesben eine neue Ungleichheit: Jedes schwule Paar darf in Zukunft Diskriminierung gelten machen. Denn Lesben dürfen Kinder haben, Schwule hingegen nicht.
Besonderheit von Ehe und Familie schützen
Die gesellschaftlichen Werte in unserem Land sind durch christliche Grundlagen und Traditionen geprägt. Die Bundesverfassung orientiert sich an diesen Werten. Dazu gehört die Ehe zwischen Mann und Frau, wie sie Artikel 14 BV vorsieht.
Es geht bei der Ablehnung der «Ehe für alle» also nicht darum, die gleichgeschlechtliche Partnerschaft zu verhindern. Diese ist längst gewährleistet und mit der sogenannten eingetragenen Partnerschaft auch juristisch verankert. Es geht vielmehr darum, die Besonderheit der bestehenden Ehe und der Familie zu schützen und die Rechte der Kinder zu wahren. Darum am 26. September Nein zur «Ehe für alle» und zur anonymen Samenspende für Lesben!»