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Die britische Mitbewerberin von Nemo, Bambie Thug, bezeichnet sich ebenfalls als «non-binär» und als «queere Hexe». Sie will die Menschheit zur Hexerei bekehren.

Der zuvor nur Insidern bekannte Schweizer Sänger Nemo räumte am Eurovision Song Contest ab. Er hatte sich als «non-binäres» Wesen inszeniert. Eine ebenfalls «non-binäre» Mitbewerberin aus Irland, die sich selbst als «Hexe» bezeichnet, setzte Nemo eine Dornenkrone auf. Und eine Pfarrerin bejubelt das Ganze im Schweizer Fernsehen. Noch Fragen?

Die Geschichte, die hier zu erzählen ist, beginnt mit einem unscheinbaren jungen Mann aus Biel, der auf kleinen Bühnen in der Schweiz auftritt und nur Insidern bekannt ist. Ein halbes Jahr später ist er europaweit bekannt und Sieger des traditionsreichen Eurovision Song Contest (ESC). Die Rede ist von Nemo Mettler. Was ist inzwischen passiert?

Im letzten November entdeckte Nemo (Latein für: Niemand) plötzlich, dass er «non-binär» sei. Darauf baute er seine ESC-Kampagne auf. Seine Schwester designte ihm das Outfit und inszenierte seinen Auftritt in Malmö mit eigenen Videos. Nemo nutzte den Auftritt und seinen Erfolg für eine politische Botschaft: Er sieht sich als Promotor der «Non-Binären», als Agent eines «dritten Geschlechts» oder gar unzähliger Geschlechter. Seine Mutter Nadja Schnetzler ist Mitbegründerin des linken Online-Mediums Republik.

Der Coup ging auf: Nicht nur die Schweiz diskutiert seither allen Ernstes über die Einführung eines dritten Geschlechts als offizielle, staatlich anerkannte politisch-juristische Kategorie. Nemo hat Mitte Juni bereits beim zuständigen Bundesrat Beat Jans (SP) vorgesprochen. Der Mainstream jubelt.

Fernseh-Pfarrerin bejubelt Hexensabbat

Doch dieser Siegeszug des «Non-Binären» ist noch nicht alles. Die Zuschauer des ESC-Finales wurden Zeugen, wie die irische Mitbewerberin von Nemo, Bambie Thug, dem Gewinner eine Dornenkrone aufsetzte. Christen wissen, worauf diese Provokation anspielt: Wer die Dornenkrone trägt, ist der wahre Christus. Als wäre diese Blasphemie nicht genug, verwendete Bambie Thug, die sich ebenfalls als «nicht-binäre» Person sieht, satanische Symbole. Sie sagt von sich selbst, eine Hexe zu sein, und nennt es als ihr Ziel, die Menschen zur Hexerei zu bekehren und die monotheistischen Religionen «hinter sich» zu lassen.

Gleichzeitig agitierte diese Hexe gegen die Teilnehmerin Israels am ESC, wie es auch Nemo tat. Unterstützt wurden sie dabei von einer gewissen Greta Thunberg, der Weltikone der Klimarettung, die vor den Toren des ESC-Tempels gegen Israel protestierte und verhaftet wurde.

Das degoutante Spektakel wurde freilich nicht nur von den Mainstream-Medien hochgejubelt, es fand auch positive Widerhall in kirchlichen Kreisen. Cornelia Camichel Bromeis, Pfarrerin an der Kirche St. Peter in Zürich, deutete die Ereignisse von Stockholm in der rätoromanischen Version des «Worts zum Sonntag» auf ihre Weise: Der «Code», den dieser «non-binäre» Mensch geknackt habe, komme einer universellen göttlichen Idee nahe, schwärmte sie. Es seien «religiöse Bilder» gewesen, die Dornenkrone erinnere die Sankt-Peter-Pfarrerin an Karfreitag und Ostern.

Man reibt sich verwundert die Augen: Ist das noch Naivität oder grenzt das schon an Orwell’schen Neusprech, d. h. die Verkehrung von Begriffen und Inhalten in ihr Gegenteil?

Es gibt nur zwei Geschlechter!

Dabei bleiben Wahrheit und Vernunft auf der Strecke. Man mag durchaus die Meinung vertreten, dass sich jeder kleiden und fühlen können soll, wie er will. Nur hebelt das nicht die Realität aus. Und die sieht seit Anbeginn der Zeiten so aus: Es gibt beim Menschen grundsätzlich zwei Geschlechter, Mann und Frau. Der renommierte Evolutionsbiologe Prof. Dr. Axel Meyer, Universität Konstanz, sagt in Interviews, dass Nemo nicht «weder Mann noch Frau» sei. Als Evolutionsbiologe hält er fest, dass es nicht mehr als zwei Geschlechter gebe. Auch sei das Geschlecht kein Spektrum. Das gezielte Vermischen der Begriffe «Geschlecht» und «Gender» fördere diese faktenlose Ideologie und findet sogar Eingang in die Rechtsprechung.

Der Satz «Es gibt nur zwei Geschlechter» gilt in Deutschland bei der Meldestelle «Berliner Register» bereits als rechtsextrem. Meldestellen dieser Art gibt es inzwischen – steuerfinanziert – viele in Deutschland. Die Staatliche Gesinnungspolizei wird durch staatlich gefördertes Denunziantentum verstärkt.

Aufruf an Eltern und Bildungsverantwortliche

Es ist höchste Zeit, diesen Auswüchsen eines verwirrten Zeitgeists, der biologische Tatsachen negiert und auf nachweislichen Falschaussagen und Lügen basiert, entschieden entgegenzutreten. Eltern, Lehrer, aber auch Politiker und Bildungsverantwortliche sind aufgerufen, diesen Irrwitz zurückzuweisen und dafür zu sorgen, dass unsere Kinder nicht mehr auf diese schädliche Weise ideologisch indoktriniert werden. Alles andere ist unverantwortlich, um nicht zu sagen: pervers.

Vorbild: Britische Regierung

Das hat jetzt auch die britische Regierung eingesehen und zum Handeln veranlasst. Sie will die unwissenschaftliche Gender-Theorie, die «soziales» und biologisches Geschlecht vermischt und sich über naturwissenschaftliche Fakten hinwegsetzt, aus den Schulen verbannen. Dazu gehört auch die Behauptung, es gebe ein «Gender-Spektrum». Premierminister Rishi Sunak zeigt sich «entsetzt», dass Schulkinder solch verstörenden Inhalten ausgesetzt seien. Grossbritannien will die Jugendlichen nun besser schützen, auch in Bezug auf Geschlechtsumwandlungen. Der Nationale Gesundheitsdienst gibt Pubertätsblocker nur noch im Rahmen medizinischer Studien ab. Die Schweiz sollte diesem Beispiel dringend folgen.

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Der belgische Historiker und Publizist Prof. Dr. David Engels kämpft gegen den Verlust von Freiheit und Demokratie. In seinen Büchern warnt er vor der totalitären Herrschaft einer globalen Elite, welche ihren Machtanspruch weder auf Gott noch auf das Volk stützt. Mit der Genderideologie und der Frühsexualisierung in Kitas, Kindergarten und Schulen warden die Eltern entmachtet. Über die Hintergründe und was wir dagegen tun können, spricht Prof. Dr. Engels im folgenden Interview.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Anlässlich der Mitgliederversammlung 2024 des Vereins Schutzinitiative hielten Sie ein Referat mit dem Titel «Die grosse Verwirrung. Anatomie der Dekonstruktion des Abendlandes. Aufwachen tut not». Was ist damit gemeint?

Prof. Dr. David Engels: Ich habe versucht, zwei Punkte klar zu machen. Zum einen wird deutlich, dass die gegenwärtige Krise Europas v.a. eine Identitätskrise ist, die darauf beruht, dass sämtliche traditionellen Werte und klassischen Solidaritätsgemeinschaften im Namen eines falsch verstandenen Individualismus systematisch «dekonstruiert» wurden. Dieser Prozess ist nicht neu, sondern begann schon vor vielen Generationen. Er steht auch nicht einzigartig für das Abendland, sondern prägte alle anderen menschlichen Zivilisationen in ihrer Spätzeit. Zum anderen zeigt sich, dass eine echte Gesundung nur bewerkstelligt werden kann durch eine bewusste Rückkehr zur Tradition. Allen voran zur Transzendenz, wie ich es vor einigen Wochen in meinem neuen Buch «Défendre l’Europe civilisationnelle» beschrieben habe. Auf einen Wandel von oben zu warten, wäre freilich verfehlt – wir müssen hier bei uns selbst beginnen, in der Familie, im Freundeskreis, und natürlich auch im Erziehungswesen. Das schliesst übrigens nicht nur eigene positive Initiativen ein, sondern auch Proteste, wenn unsere Kinder schon im frühesten Alter ideologisiert werden.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Warum gelangt der Protest der Eltern nur schwer an die breite Öffentlichkeit?

Prof. Dr. David Engels: Weil es dem gegenwärtigen Narrativ widerspricht. Es gibt Eltern, die sich dagegen wehren, dass ihren Kindern schon in jüngsten Jahren der Hass auf ihr eigenes Geschlecht, ihre eigene Heimat, ihre eigene Religion, ihre eigene soziale Klasse oder ihre eigene Kultur eingetrichtert wird. Dies gelangt aber nur dann an die Medien, wenn man solche Aktionen als «rechtsextrem» framen1 kann. Ist dies nicht möglich wird lieber geschwiegen, um andere Eltern nicht auf falsche Gedanken zu bringen. Gerade Eltern nicht europäischer Herkunft (auch Muslime) sehen den gegenwärtigen Schulstoff mit grossem Argwohn und beteiligen sich an jenem Widerstand.

SCHUTZINITIATIVE AKTUELL: Was ist Ihr Aufruf an Väter und Mütter. Wie können sie ihre Kinder schützen?

Prof. Dr. David Engels: Natürlich habe ich für diese Probleme keine Patentantwort, da vor allem die Medien und sogenannte «Zivilgesellschaften» ganz auf der falschen Seite zu stehen scheinen. Unsere Antwort auf diese Fragen muss daher mehrgleisig ausfallen: Proteste gegen kindliche Ideologisierung, Zusammenschluss mit anderen Eltern, Mediatisierung der Ereignisse zumindest im begrenzten Rahmen der alternativen Medien, notfalls Schulwechsel, möglicherweise auch, wo es erlaubt ist, Homeschooling, und natürlich das Wesentliche: In der Familie mit gutem Vorbild vorangehen und einen Rahmen schaffen, der die eigenen Kinder zwar nicht immun, aber doch unzugänglicher für Propaganda macht. Das schliesst auch eine strenge Aufsicht über die Nutzung sozialer Medien und den Konsum von Inhalten im Internet ein; aber es darf natürlich nicht nur um Restriktionen gehen, sondern allem voran müssen positive Inhalte vermittelt werden. Anstatt nur zu verbieten, sollte man den Kindern selbst Angebote machen, ob es sich nun um Bücher, Filme, soziale Aktivitäten, Sport, Kultur oder religiöse Erziehung handelt.

Wie ich in meinem Buch «Was tun?» skizziert habe, ist es unerlässlich, ein gutes Netzwerk mit anderen Eltern und Institutionen aufzubauen, damit Kinder weniger für sozialen Druck aus Schule und sozialen Medien anfällig sind, weil sie ihr eigenes gesellschaftliches Umfeld aufgebaut haben.

Über das eigene Ableben hinaus sich für die natürliche Familie einsetzen

Der Verein Schutzinitiative setzt sich seit Jahren für die Unversehrtheit von Kindern und Jugendlichen ein. Durch die Vereinstätigkeiten soll der von globalen Akteuren aufgegleisten Frühsexualisierung in Kindergarten und Schule ein Riegel geschoben und damit die natürlichen Familienstrukturen (Vater, Mutter, Söhne und Töchter) gestärkt werden. Sie sind herzlich eingeladen, mit einer Erbschaft oder einem Legat in Ihrem Testament die wertvolle Arbeit des Vereins Schutzinitiative auch nach Ihrem Ableben weiter zu fördern und zu stärken. Vielen herzlichen Dank!

1 framen: Ein Thema argumentativ oder medial in einen subjektiven Deutungsrahmen einbetten. Ereignisse positiv oder negativ framen

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Bereits Kinder sind in sozialen Netzwerken unterwegs und gelangen so nicht nur auf problematische Inhalte, sondern kommen auch persönlich in Kontakt mit unbekannten Erwachsenen. Zwei tragische Fälle sollen die Gefahren der Social Media-Welt aufzeigen.

Mit Tiktok ins Verderben: Mutter warnt!
Rantigny, Frankreich: Die 13-jährige Shanon verabredete sich mit einem jungen Mann, den sie über Tiktok kennengelernt hatte. Dieser habe sein wahres Alter verschleiert. Der 19-jährige mutmassliche Täter lockte das Mädchen in eine Wohnung, vergewaltigte und verletzte es dabei schwer. Shanon musste in ein künstliches Komma versetzt werden. Drei Woche später verstarb sie im Spital und wurde am 9. April 2024 in Anwesenheit von mehr als 400 Personen beigesetzt.

Der Anwalt der Familie spricht angesichts der Verletzungen von einem barbarischen Akt. Die Mutter des verstorbenen Mädchens warnt vor der grossen Gefahr, sich über soziale Netzwerke mit Fremden zu verabreden.

Emily: kein Mädchen, sondern ein Erpresser
Ein 16-jähriger Junge tauscht sich über Instagram mit Emily, einem vermeintlichen Mädchen aus. Diese macht anfänglich romantische Versprechungen und verlangt in der Folge ein Live-Foto und später auch Nacktbilder und Videos des Teenagers. Jetzt sitzt die «Maus» in der Falle! Es stellt sich nämlich heraus, dass Emily kein Mädchen ist, sondern ein erwachsener Mann und Teil einer Erpresserbande aus Nigeria. «Emily» droht mit dem Versand von Nacktfotos des Burschen an seine Familie und an seine Freunde und fordert nun Geld. Diese Form der Erpressung wird Sextortion genannt. Gemäss einem Experten1 haben sich in den letzten eineinhalb Jahren in Nordamerika 18 Jugendliche in Zusammenhang mit Sextorsion das Leben genommen.

Die Stadtpolizei Zürich rät, den Kontakt zu den Erpressern sofort abzubrechen und auf keinen Fall Geld zu schicken. Kopien der Chats erstellen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten sei in dieser Situation das Beste.2

Stopp ab 20:00 Uhr: Internetzugang einschränken!
Der Rat des Vereins Schutzinitiative: Bleiben Sie mit den Ihnen anvertrauten Jugendlichen im Gespräch, informieren Sie sich über solche Vorkommnisse, und kontrollieren Sie proaktiv deren Zugriff auf die sozialen Medien.3

1 John Shehan vom National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC), USA
2 NZZ, 22.1.24
3 Siehe auch «Schutzinitiative aktuell» Nr. 47, Seiten 2 und 3

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Der Beschuldigte wird gemäss eigenen Aussagen gerne in der Rolle eines Hundes befriedigt.

Recherchen des TagesAnzeigers entpuppen den Ostschweizer Verein «Sozialwerk.LGBT+» als Hort sexueller Beziehungen zwischen erwachsenen Leitern und Jugendlichen, moralisch höchst verwerflichem Verhalten und von Machtmissbrauch. Inwiefern Verstösse gegen das Strafgesetzbuch vorliegen, untersucht nun die Staatsanwaltschaft St. Gallen. Klar wird: Die Übergänge zwischen Sexualpädagogik, LGBT-Aktivitäten und Missbrauch verlaufen fliessend.

Weil die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sexuelle Rechte ab Geburt propagiert, verwundert es nicht, dass mittlerweile über «Masturbationsräume» an Kitas diskutiert wird. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sprach der Jugendforscher Dr. Martin Voigt kürzlich von dieser «modernen» Sexualpädagogik, welche darauf abzielt, Kinder bewusst in (sexuell) aufgeladene Gefühlslagen und Situationen zu versetzen. Kinder versinken dadurch in Rollenspiele und sind leicht zu manipulieren. Das alles geschieht unter dem Motto der sexuellen Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen.

Doch was als wissenschaftliches Schutzkonzept verkauft wird, zielt auf die Desensibilisierung des natürlichen Schamgefühls ab und kann als pädagogische Vorarbeit für sexuellen Missbrauch gewertet werden, meint Dr. Voigt. Dass diese Behauptung nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt der mutmassliche Missbrauch von Jugendlichen in einem LGBT-Treff eindrücklich auf.

«Doch was als wissenschaftliches Schutzkonzept verkauft wird, zielt auf die Desensibilisierung des natürlichen Schamgefühls ab und kann als pädagogische Vorarbeit für sexuellen Missbrauch gewertet werden.»

Die zwei beschuldigten Männer sind schwule Ehepartner. Sie haben mit Hilfe von Staatsgeldern den Verein «Sozialwerk.LGBT+» mitaufgebaut. Dieser Verein macht u.a. Werbung für Bücher wie «das Arschbuch», mit Anleitungen zum Analsex oder «PetPlay», ein Buch, dass Kick für jene Menschen verspricht, welche in der Rolle eines Tieres befriedigt werden wollen. Der besagte Verein betreibt auch zwei Treffs. Je einen in Chur (GR) und in Buchs (SG). Die Atmosphäre in den Vereinstreffs wird von diversen anonymen Quellen als «sexuell aufgeladen» bezeichnet. Dementsprechend sind in den Vereinstreffs, der Menschen ab 13 Jahren offensteht, auch haufenweise Sex-Spielzeuge wie Fesseln und Anal-Plugs zu finden.

In diesem Umfeld soll es nun zum sexuellen Missbrauch von minderjährigen Jugendlichen durch zwei erwachsene Leiter gekommen sein. Einer der Beschuldigten meint zu den Anschuldigungen ganz entspannt: «Minderjährige sind auch in der Lage, eigenverantwortliche Entscheide zu treffen. Und wenn sie dann nicht richtig sind, dann ist das halt so, dann gehört das zum Lernen dazu». Der Kreis zur «modernen» Sexualpädagogik schliesst sich. Die frühkindliche «Bildung» hin zur sexuellen Selbstbestimmung läuft auf Übergriffe und Missbräuche hinaus. Für den angeklagten LGBT-Aktivisten mag das zum Lernen dazugehören. Nicht aber für den Verein Schutzinitiative!

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Stellen Sie sich vor: Ein Kind im Vorschulalter kommt verstört nach Hause und erzählt seinen Eltern schluchzend, dass es nie mehr in den Kindergarten möchte. «Was ist passiert», fragen die Eltern. «Heute kam eine Hebamme, die eine Geschichte von nackten Kindergartenkindern erzählte und dazu Bilder zeigte», antwortet das Kind. «Oh nein und dann», fragen die Eltern? «Und dann kamen noch ganz viel andere gruselige Dinge, aber ich möchte eigentlich nicht darüber sprechen, ich möchte einfach nicht mehr in den Kindergarten».

Im Hebammenfachmagazin Obstetrica erschien kürzlich unter dem Titel «Eine Hebamme klärt im Kindergarten auf» ein erschreckender Artikel über die «Aufklärung» von Vorschulkindern im Bündnerland. Die Autorin und Hebamme Ruth Niederreiter beschreibt darin ihre Aktivitäten beim Kindergartenbesuch. Bereits im Untertitel des Artikels wird in grosser Schrift postuliert, dass «die Sorge vor Frühsexualisierung unbegründet sei». Wer sich entschuldigt, bevor es überhaupt los geht, dürfte unter den bekannten französischen Terminus «qui s’excuse s’accuse», zu Deutsch «wer sich entschuldigt klagt sich an» fallen.

Was im Artikel folgt ist eine toxische Mischung aus Frühsexualisierung, feministischer Indoktrination und LGBT+-Propaganda. Beginnen tut diese Schulung mit Anschauungsunterricht zu unterschiedlichen «Familienkonstellationen». Was das bedeutet, kann man sich vorstellen: Kindern wird ein Haus gezeigt, indem homo- und heterosexuelle Paare mit und ohne Kinder wohnen. Der Begriff der Familie wird damit inhaltslos und ausserordentliche Lebenskonstellationen werden als die neue Normalität verkauft.

Als nächstes werden Papierfiguren bekleidet. Hebamme Niederreiter animiert die Kinder, der Mädchenfigur Bubenkleider anzuziehen und der Bubenfigur dafür Röcke anzuziehen. Der Bubenfigur wird zudem gleich auch noch eine lange Haarpracht verpasst. Transgender-Propaganda für vier- bis sechsjährige vom Feinsten.

Die Krönung bilden in der Folge die aufklärerischen Praxisübungen. Getreu nach dem immer stärker aufkommenden Konzept der «sexuellen Bildung», wonach Sexualität nur erzogen werden kann wen auch etwas Sexuelles passiert, wird Wort in Tat umgesetzt. Dazu werden beispielsweise die Körperteile der Kinder mit Taschenlampen angeleuchtet. Die Kinder müssen dann erklären, ob sie am angeleuchteten Körperteil angefasst werden möchten oder nicht. Selbstverständlich wird auch der Genitalbereich und der Hinter gründlich ausgeleuchtet. Ob ein Kind an diesen Stellen angefasst werden kann, bleibt offen.

Solche sexuellen Übungen nehmen den Kindern ihre Scham. Die Normalisierung zerrütteter Familienverhältnisse nimmt ihnen die Orientierung. Und die Auflösung der Geschlechter nimmt ihnen ihre Identität. Ohne Scham, ohne Orientierung und ohne Identität, sind Menschen gefährdet gegenüber Übergriffen jeglicher Art.

Der Verein Schutzinitiative wurde deshalb aktiv. Mehr dazu im Kasten unten.

WARNBRIEF AN BÜNDNER ELTERN

Was sich zurzeit in Kindergärten abspielt muss gestoppt werden! Der Verein Schutzinitiative wurde deshalb aktiv und hat über tausend Eltern von Kindergartenkindern im Kanton Graubünden einen Warnbrief gesendet. Der Warnbrief fordert betroffene Eltern dazu auf folgendes zu tun:

  • Sexualerziehung ist Sache der Eltern. Grundsätzlich ist der Kindergarten nicht der geeignete Ort für Sexualaufklärung. Das ist nicht altersgemäss. Wehren Sie sich dagegen! Wenn von Präventionsunterricht vor Kindsmissbrauch die Rede ist, soll das der Polizist tun.
  • Haben Sie den Mut und reklamieren Sie im Ereignisfall beim Kindergarten oder bei der Primarschule ihres Kindes. Sie werden sehen, dass Sie damit Wirkung erzielen. Vernetzen Sie sich mit anderen Elternpaaren.
  • Erzählen Sie uns Ihre Geschichte und melden Sie sich, wenn wir Ihnen helfen können.

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Andreas Gafner
Nationalrat / BE

In meinem letzten Bericht aus Bern ging es um die zunehmende Frühdigitalisierung unserer Kinder und ob diese eine Gefahr darstellt. Der deutsche Hirnforscher Manfred Spitzer hatte hierfür eine ziemlich klare Antwort. Gemäss ihm machen Smartphones unsere Kinder «krank, dumm und süchtig». Etwas, das in den vergangenen Wochen vermehrt auch von sämtlichen Schweizer Medien wie Blick und 20 Minuten aufgenommen wurde. So forderte etwa der bekannte Schweizer Schriftsteller Rolf Dobelli ein Social Media-Verbot für unter 16-Jährige und die Medien berichteten weiter bis hin zur Fragestellung, ob Smartphones aus Schweizer Klassenzimmern verbannt werden sollen.

Ich will in dieser Ausgabe den Bogen ein wenig weiter spannen, nämlich ob Frühdigitalisierung auch gleich Frühsexualisierung bedeutet. Eine Frage, die ich mir angesichts kürzlich publizierter und erschreckender Zahlen der Strafverfolgungsbehörden schon öfters gestellt habe. Wurden im Jahr 2012 erst 83 Jugendliche wegen Pornografie verurteilt, waren es 2018 bereits 419. 2022 überschritt der Wert mit 1024 erstmals die Grenze von 1000 Verurteilungen. Und das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein, denn vielfach gelangt die Verbreitung von illegaler Pornografie gar nicht erst zur Anzeige.

Die Waadtländer Polizei hat deshalb der Frühsexualisierung auf dem Pausenhof und im Klassenzimmer den Kampf angesagt und kürzlich zusammen mit der Schweizerischen Kriminalprävention ein Video ausgearbeitet. «Hey, du! Ich beobachte dich und ich weiss, was du gestern getan hast. Du hast einen Porno geschaut. Oh Mann, das ist nicht okay.» So beginnt das dreiminütige Video, das Kinder und Jugendliche vor Gefahren durch legale und illegale Pornografie sowie dem Teilen von Nacktbildern warnen soll.

In besagtem Video warnt eine Stimme den Zuschauer vor dem Konsum von legalen Pornos durch Minderjährige. Gemäss Schweizer Strafgesetzbuch ist nämlich die Weiterverbreitung bei unter 16-Jährigen strafbar. Auch vor den Folgen von Sexting zwischen Minderjährigen – also dem Verschicken intimer Fotos und Videos untereinander – wird im Clip der Kantonspolizei Waadt gewarnt. Wer intime Bilder von sich teile, müsse damit rechnen, dass die Polizei «in deine Schule, in deine Klasse, an deinen Tisch» komme und «dich mitnimmt». Und weiter: «Denk immer dran: Ich beobachte dich, Tag und Nacht. Denn ich bin es.» In der Folge zeigt sich, dass hinter dem Mann mit Bart eine Frau steckt, welche die Rolle der Mutter der angesprochenen Minderjährigen einnehmen soll, die sagt: «Ich will doch nur dein Bestes, Schatz.»

Zugegeben, das Video ist durchaus drastisch und deutlich gehalten. Und es ging auch nicht lange, bis von einer «Expertin für sexualisierte Gewalt und Opferberatung» umgehende Kritik in den Medien kam, dass das Video als «furchteinflössend und auf diversen Ebenen höchst problematisch» sei. Doch wie sollen in Zeiten von TikTok, Snapchat und Instagram und entsprechend immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitspannen die Kinder und Jugendlichen erreicht werden? Meiner Meinung nach genau mit solchen Videos, die auf eben jenen Social Media-Kanälen veröffentlicht werden und so die Jugendlichen erreichen. Und Ammenmärchen werden in dem Clip auch nicht erzählt: so fährt mittlerweile die Polizei in Zürich ein- bis zweimal pro Woche bei einem Jugendlichen vor und durchsucht das Haus, frühmorgens, in Anwesenheit von Eltern und Geschwistern, um Beweismittel in Fällen von unerlaubter Pornografie sicherzustellen. Eine Erfahrung, die man keinen Eltern wünscht.

Ich werde in dieser Angelegenheit eine Anfrage an den Bundesrat stellen und möchte wissen, was er gegen die Zunahme von Pornografie-Delikten bei Minderjährigen unternimmt.

Andreas Gafner,
Nationalrat, Oberwil im Simmental (BE)

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Mehrere empörte Eltern berichteten in den letzten Wochen dem Verein Schutzinitiative von übergriffiger «Sexualaufklärung» an den Schulen ihrer Kinder. Im Zentrum der Kritik steht ein Verein mit dem Namen «Achtung Liebe». Privatpersonen ohne pädagogische Ausbildung erzählen Schulkindern von «kreativen» Sexualpraktiken und verletzen damit deren Schamgefühl.

Der Verein «Achtung Liebe» ist nach eigenen Angaben eine Non-Profit-Organisation mit Lokalsektionen an den Universitäten Basel, Bern und Zürich. Die Mitarbeit im Verein steht «motivierten» Studierenden aller Fachrichtungen offen. «Schutzinitiative aktuell» hat das Konzept von «Achtung Liebe» dem bekannten Experten Prof. Dr. Jakob Pastötter, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung, vorgelegt und ihn um eine Einschätzung gebeten. Sein Urteil fällt vernichtend aus.

Grenzverletzungen in Kauf genommen
Pastötter kritisiert zunächst die Tatsache, dass die Kinder weder urteilsfähig noch skeptisch genug sind und diesen «Sex-Workshop» ohne Widerstand über sich ergehen lassen müssen. Die Lehrer werden vor die Tür gestellt und die Eltern gar nicht oder nur oberflächlich informiert. Den Kindern werde versichert, dass es sich um einen geschützten Raum handle, aus dem nichts nach draussen dringen werde. Wenn die Schulzimmertüre zu ist, haben die ungelernten «Sexualpädagogen» freie Bahn. Sie konfrontieren die Kinder ohne Vorwarnung mit einer Pornosprache bzw. einem Jugendslang und mit intimsten Fragen, die als übergriffig und demütigend erfahren werden. Das sei, so Prof. Pastötter, pädagogisch und psychologisch äusserst fragwürdig und stelle eine gravierende Grenzverletzung dar. Ein Klassenverband sei nicht homogen in der Entwicklung und nicht auf demselben Entwicklungsstand. Trotzdem werde eine «Normalität» und Homogenität einer ganzen Jahrgangsstufe postuliert.

Rein ideologisch, nicht wissenschaftlich
«Achtung Liebe» propagiert eine die Kinder gefährdende «umfassende» oder «ganzheitliche» Sexualerziehung (CSE)1 der WHO und die sogenannten «sexuellen Rechte» der IPPF2.

Im Zentrum dieser globalen Sexualideologie steht vor allem das Ausleben sexueller Lust ab Geburt. Das heisst, alle Kinder hätten das Recht, zu sexuellen Handlungen an sich selber und an Dritten angeleitet zu werden! Ausnahmslos allen Kindern und Teenagern soll dieses Recht zugesprochen werden. «Achtung Liebe» propagiert offen «sexuelle Bildung», «Lustzentrierung», die «feministische» Ausrichtung und den Einsatz für «LGBTQIA+*-Menschen». Mehr Ideologie geht nicht! Von echter Liebe, Verantwortung, Familien und Treue fehlt jede Spur.

«Achtung Liebe» spricht davon, «wissenschaftlich korrekte Informationen» zu vermitteln. Gemäss Prof. Dr. Jakob Pastötter suggeriert dieser Verein jedoch eine Wissenschaftlichkeit, die substanzlos und irreführend ist. Sie diene einzig der Selbstdarstellung dieser Sexualideologen. Den Begriffen «sexuelle Bildung» und «Ganzheitlichkeit» sei «Machbarkeitswahn, Grössenwahn, diktatorische Vollmacht und psychologische Manipulation eingeschrieben». Da entsprechende Studien fehlen, könnten diese Formen der Sexualpädagogik nicht im Geringsten wissenschaftlich erhärtet werden. Langzeitstudien dazu existierten schlicht nicht.

Echte Fakten altersgemäss zu präsentieren sei wichtig, aber «ein Feuerwerk abzubrennen, das alleine der Übernahme einer Ideologie diene, sei im besten Fall Unfug, im schlimmsten Fall sogar brandgefährlich für den Einzelnen wie für die ganze Gesellschaft», so Prof. Pastötter. Nicht ohne Grund sei Sexualität seit jeher durch Normen und Vorschriften eingehegt worden. Ansonsten «mutiere sie zur reinen Raubtiersexualität, die nur
an der Befriedigung der eigenen Lust» interessiert sei.

«Sie konfrontieren die Kinder ohne Vorwarnung mit einer Pornosprache bzw. einem Jugendslang und mit intimsten Fragen, die als übergriffig und demütigend erfahren werden»

Warum lassen wir Eltern das zu?
Erneut stellt er die Frage, «warum wir als Gesellschaft es zulassen, dass Menschen mit äusserst fragwürdiger Motivation und ohne grundlegende Kenntnisse über das Wesen der Sexualität in Klassenzimmer eindringen dürfen» oder sogar dafür bezahlt werden, «ihre Gaukeleien» vorzuführen? Das garantiere zwar Füllmaterial für Unterrichtsstunden, aber «entbehre jeglicher wissenschaftlicher Legitimation». Und das könne man eigentlich, so Prof. Pastötter, nur als menschenverachtend bezeichnen.

Winter 2024: Wie ein Vater und seine 13-jährige Tochter den übergriffigen ideologischen Sex-Workshop von «Achtung Liebe» erlebt haben:

Weltwoche Nr. 06.24, Seite 24
https://www.schutzinitiative.ch/verein-achtung-liebe/

1 CSE: Comprehensive Sexuality Education
2 IPPF: International Planned Parenthood Federation

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Die Broschüre «Hey You» wurde zu Zehntausenden in der Schweiz verteilt und richtet sich ausdrücklich an Kinder ab 12 Jahren. Diese gibt Kindern Masturbationstipps, Gebrauchsanweisungen für Sex-Toys, konfrontiert sie mit Illustrationen von Umschnalldildos. Es handelt sich dabei um eine strafbare Verleitung zu sexuellen Handlungen von Kindern. Der Verein Schutzinitiative sammelt Erfahrungsberichte von Familien, deren Kinder mit dieser umstrittenen «Porno-Broschüre» (NZZ) in Kontakt gekommen sind.

Was der Verein bereits unternommen hat
Mit Strafanzeige vom 10. November 2022 wurde ausführlich begründet, dass die Broschüre «Hey You» eindeutig weit über ein gesundes Mass an erlaubter Sexualaufklärung hinausgeht und eine strafbare Verleitung zu sexuellen Handlungen von Kindern vorliegt.

Diese Strafanzeige wurde von der Staatsanwaltschaft Bern-Mitteland nicht an Hand genommen, was das Obergericht des Kantons Bern in der Folge gestützt hat. Begründet wurde dies primär damit, dass der Verein Schutzinitiative – der als Anzeigesteller auftrat – keine Parteistellung bzw. keine Beschwerdelegitimation besitze.

Eltern können unterstützend wirken
Der Verein Schutzinitiative ist nun ganz besonders daran interessiert, Erfahrungsberichte von Familien zu erhalten, deren Kinder mit der besagten Broschüre in Kontakt gekommen sind. Nachdem der Verein möglichst zahlreiche Zusendungen gesichtet hat, überlegt er die weiteren Schritte. Für unterstützende Eltern wird selbstverständlich jede Information im Sinne des Amtsgeheimnisses und des Datenschutzes streng vertraulich behandelt. Eltern erhalten zudem zu ihrem eingesendeten Bericht eine kurze Einschätzung des Sachverhalts durch Berater des Vereins Schutzinitiative und, wenn nötig und erwünscht, auch von psychologisch geschulten Fachkräften.

Diese Kinder gefährdende «Porno-Broschüre» schädigt das Vertrauen in die öffentlichen Schulen. Deshalb fordert der Verein Schutzinitiative, dass sie zurückgezogen und vernichtet wird.

Aufruf an Väter und Mütter
Melden Sie sich beim Verein Schutzinitiative, wenn Ihr Kind mit dieser Broschüre in Berührung gekommen ist. Das Alter ihres Kindes sollte zwischen 11 und ca. 14 Jahre betragen.

Verein Schutzinitiative
Postfach
4142 Münchenstein
E-Mail: info@schutzinitiative.ch

Bild: Shutterstock

Andreas Gafner
Nationalrat / BE

Zu Beginn dieser Frühlingssession ging ich wie üblich vom Bahnhof in Bern zu Fuss zum Bundeshaus, wo die eidgenössischen Räte tagen. An einer Bushaltestellte bot sich mir ein mittlerweile gewohntes Bild: Kinder, die auf der Bank sitzen und auf den Bus warten. Den Kopf gesenkt und die Augen auf die Smartphones fixiert.

Als Kinder und Jugendliche hatten wir uns damals über alles Mögliche unterhalten, die strengen Lehrer, den neusten Modetrend oder den Schulschatz. Alles, was in dem Alter halt so angesagt ist. Doch heute reden die jungen Leute nicht mehr von Angesicht zu Angesicht, sondern starren stattdessen fortwährend auf einen rechteckigen Bildschirm. Wahrscheinlich chatten die Jugendlichen auch dann noch über ihre Smartphones, wenn sie nebeneinander sitzen…

Sie verbringen immer mehr Stunden auf Social Media, was zu immer weniger sozialer Interaktion im echten Leben führt. Ist die Frühdigitalisierung eine Gefahr für unsere Kinder? Eine Frage, die ich mir schon öfter gestellt habe, und die mittlerweile auch von Fachleuten bestätigt wird, wie etwa dem deutschen Hirnforscher Manfred Spitzer, gemäss dem das Smartphone unsere Kinder «krank, dumm und süchtig» macht.

Doch welche Gefahren bestehen konkret? Ein grosses Thema ist Cybermobbing, also das Belästigen, Beleidigen, Diffamieren und Einschüchtern durch Gleichaltrige auf Social Media und in Messengern, wie WhatsApp, Telegram und andere mehr. Kinder und Jugendliche können leicht Opfer von Cybermobbing werden, was ernsthafte Auswirkungen auf ihr psychisches Wohlbefinden haben kann.

Viele Kinder und Jugendliche wissen zu wenig über Datenschutz. So teilen sie leichtfertig online persönliche Informationen und Bilder, die schnell in die falschen Hände geraten können.

Eine grosse Gefahr stellt auch die ständige Verfügbarkeit von Smartphones dar, was zu einer Sucht nach digitalen Inhalten führen kann: Schlafstörungen, verminderte Konzentration in der Schule und soziale Isolation sind die Folgen.

Die Studie «Adele+» aus dem Jahr 2020 des schweizerischen Gesundheitsobservatoriums kam zu folgenden Schlüssen: Je mehr Zeit Vorschulkinder täglich vor einem Bildschirm verbringen, umso häufiger leiden sie unter Schlafstörungen. Gemäss den Autoren ist guter und ausreichender Schlaf wichtig für die Entwicklung eines Kindes. Längere Bildschirmzeiten sind zudem vermehrt mit Übergewicht oder Fettleibigkeit verbunden, so die Studie weiter.

Doch nicht nur die physische Gesundheit ist in Gefahr: Der Druck, in sozialen Medien perfekt auszusehen oder bestimmten Standards zu entsprechen, kann zu einem negativen Selbstbild und einem erhöhten Risiko für psychische Gesundheitsprobleme wie Depressionen und Angstzustände bei Kindern und Jugendlichen führen.

In Bundesbern scheint das Thema Frühdigitalisierung bis auf wenige Vorstösse noch nicht wirklich angekommen zu sein. Hoffnung macht jedoch ein Bericht des Bundesrates1 vom vergangenen Oktober. Gemäss diesem wird das Bundesamt für Gesundheit im Rahmen der Überarbeitung des Massnahmenplanes 2025-2028 zur Stärkung der Nationalen Strategie Sucht die Folgen der Frühdigitalisierung thematisieren. Wir dürfen gespannt sein, denn zentral und prioritär sind, gemäss Fachleuten, letztlich die Aufklärung und die Information der Eltern über diese Gefahren.

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Andreas Gafner, Nationalrat / BE

1 Bericht: «Stärkung der Nationalen Strategie Sucht durch den Einbezug der Cyberabhängigkeit»